Süd-Marokko – Ein orientalischer Traum –

Unterwegs im Antiatlas

Marokko, ein einzigartiges Land, das alle Sinne betört.

Nicht nur die Gesänge und Trommeln der Berber, die Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler, verbunden mit den Aromen orientalischer Gerichte, werden diesen Aufenthalt unvergesslich machen, sondern auch die eindrucksvollen Landschaften des Antiatlas und dem fruchtbaren Draa-Tal mit seinen unzähligen Dattelpalmen.

Es werden Wanderungen inmitten der bizarren Bergwelt und der Sandwüste unternommen und der Besuch einer Auswahl an bedeutenden historischen Bauten und Grabungsstätten stehen auf dem Programm. In den Städten tauchen wir in eine Welt des Islamischen Mittelalters ein und erleben an anderer Stelle wie in Marrakesch das quirlige Treiben des Markt- und Geschäftslebens.

Die Ruhe und Stille der Wüste ist einzigartig und wenn die Nacht anbricht, werden die Sterne im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Himmelszelt, unter dem wir uns geborgen fühlen.

 

 

Ausführliche Beschreibung

Süd Marokko            FBA 189

Ein orientalischer Traum  –  Unterwegs im Antiatlas

23. Oktober – 14. November 2021     23 Tage / 1.970,- €

Reiseverlauf

Vom Frankfurter Flughafen fliegen wir nach Malaga, wo unser Dachzeltbus bereits auf uns schon wartet. Nachdem wir unsere Sachen verstaut haben, machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz nach Torremolinos, südlich von Malaga. Von dort starten wir am frühen Morgen nach Algeciras, um noch vormittags die Fähre nach Tanger zu bekommen. Auf der Schiffspassage zum neuen Fährhafen in Tanger-Med erfolgt bereits die Passkontrolle für Marokko und angekommen eine 1,5-stündige Zollkontrolle und los geht’s nach Casablanca. Der nächste Vormittag ist für die Sehenswürdigkeiten von Casablanca reserviert und besonders die Hasan II Moschee mit der 210 Meter hohen Minarett sollten wir uns genauer ansehen. An der Atlantikküste entlang erreichen wir nach 1,5 Stunden die sehenswerte Hafenstadt Stadt El Jadida. Die Portugiesische Altstadt wurde 2004 zum Weltkulturerbe ernannt. Man kann sie inklusive Meerblick auf der alten Befestigungsanlage umrunden. Die Geschäftsviertel werden in der arabischen Welt Souk genannt. Ein Souk ist vor-wiegend Marktplatz für Handwerk und Kleinhandel. Hier können in den engen Straßen Stoffe, Keramik, kunstvolle Lampen und vieles mehr begutachtet werden. Das ergibt einen ersten echten Eindruck der marokkanischen Lebensart. Weiter geht’s in den Süden, nach Essaouira.

Essaouira, die „Blaue Perle des Atlantiks“, gehört ebenfalls dem Weltkulturerbe der UNESCO an. Die Stadt mit ihren 85.000 Einwohnern ist nicht klein, aber überschaubar. Strand, Hafen und Medina liegen eng beieinander. Auf dem Platz zwischen Meer und der Medina kann man bei einem erfrischenden marokkanischen Pfefferminztee das pralle Leben beobachten. Auch hier wird die Medina, die Altstadt, von einer mächtigen Mauer umgeben, von der der Sonnenuntergang wunderbar zu betrachten ist.

Auf dem Weg Richtung Süden fahren wir durch das Arganiengebiet. Arganien, aus denen das wertvolle Arganöl gewonnen wird, wachsen inzwischen nur noch im Südwesten Marokkos. Arganien sind so eine Rarität, dass sogar Ziegen in die Bäume klettern, um sich mit Zweigen, Blätter und Früchten zu beköstigen. Später baden wir am endlosen Sand-strand von Agadir und erleben noch einmal eine europäisch anmutende Touristenstadt, bevor es in die Einsamkeit des Antiatlas geht.

Für die Fahrt durch den Antialtas, eine der eindrucksvollsten Landschaften Marokkos, nehmen wir uns genügend Zeit. Hier genießen wir die einmalige Landschaft mit schroffen Bergen, Dörfern, die wie Vogelnester an den Hängen kleben und Terrassen-Anbau mit Mandel- und Olivenbäumen. Die Oase Tafraoute, der Hauptort des Ammelntals, wird dann der Ausgangspunkt für Wanderungen in einer grandiosen Bergwelt mit bizarr geformten Felsen und ab und zu auftauchenden rostrot getünchten Wohn-häusern.

Wir verlassen Tafraoute und haben noch einmal einen herrlichen Panoramablick auf die weite Bergwelt des Antiatlas, bevor wir in Serpentinen auf die Ebene von Tiznit gelangen. Entlang der algerischen Grenze fahren wir Richtung Osten. Wir besuchen die Oase Amtoudi, über der der Agadir Id-Aissa, der älteste Agadir (Speicherburg) Marokkos thront. Diese Anlage liegt in grandioser Lage auf hohen Felsvorsprüngen, welche auf drei Seiten vor Angriffen geschützt sind. Natürlich müssen wir dorthin wandern.

Nach einer Fahrt durch eine weite, fast vegetationslose Landschaft erreichen wir das fruchtbare Draa-Tal mit seinen dicht an dicht stehenden Dattelpalmen, blühenden Lorbeer-bäumen und braun-grau oder beigefarbenen Bergen. Sie erheben sich aus gelb- brauner Erde. Ebenso wie die ländlichen kleinen Festungen – Ksours – die traditionell als Speicher oder Wohnbauten dienen. Weiter geht’s dann nach Tata zum Campingplatz.

Von diesem Ort aus unternehmen wir einen Abstecher in südliche Richtung durch das Draa-Tal nach Mhamid.

Mhamid ist die letzte Oase im Tal. Ein besonderes Highlight dieser Süd-Marokko Tour. Von hier aus wagen wir einen ca. dreistündigen Ritt auf Kamelen in die Einsamkeit der Wüste. Nach einer Mittagspause bringt uns dann eine organisierte Tour mit Fahrzeugen und ortskundigen Fahrern durch ein menschenleeres Gebiet zu den Biwaks und wer will, sollte vorher aussteigen und zwischen- und auf den Dünenkämmen eine 2-3 stündige Wanderung unternehmen und in eindrucksvoller Kulisse den Sonnenuntergang erleben. Wir sind dann rechtzeitig an unserem Biwak-Ziel, zwischen den Sanddünen im Erg Chegaga. Dort erleben wir die Stille und Weite der Wüste und nach einem super Abendessen bei Kerzenlicht klingt der Tag mit traditioneller Musik am Lagerfeuer aus. Wir erleben dann die Nacht unter dem Sternenhimmel, wie er eindrucksvoller kaum sein kann. Wenn dann die Sonne wieder ihr Farbenspiel auf den Sanddünen eröffnet und unsere Sinne bei einem Frühstück erwachen, geht’s weiter zum Nationalpark Iriqui mit seiner typischen südmarokkanischen Wüstenlandschaft von bewaldeter Steppe und Savanne. Hier befindet sich für z.B. Flamingos und Afrikanische Sträuße ein guter Rast- und Überwinterungsplatz. Dieser Tag soll an Erlebnissen den Vortag noch toppen und wir übernachten wieder in unseren Biwaks.

Nach dem Frühstück bringen die Jeeps uns zurück zu unserem Dachzeltbus und wir fahren durch das Draa-Tal mit jeweiligen Zwischenstopps in Zagora und Agdz weiter nach Quarzazate.

Die Wüstenstadt Quarzazate ist eine relativ bekannte Filmstadt mit mehreren Filmstudios. In welcher Umgebung könnten die sogenannten Sandalen-Filme wohl besser gedreht werden?

Auf einer der schönsten Strecken Marokkos über-queren wir den Hohen Atlas und erreichen am Abend Marrakesch. Für einige wird Marrakesch der Höhepunkt dieser Reise sein. Die Stadt versprüht wie keine andere Stadt in Marokko den Zauber des arabischen Mittelalters. Farbenfrohe Paläste mit duftenden Gärten, Kashbas, alte Moscheen und das quirlige Leben auf dem Djemna al Fna reizen unsere Sinne. Auch hier werden im großen Souk, der unbedingt besucht werden muss, von Teppichen bis zu Lederwaren alles Mögliche angeboten. Hier auch „Nein“ sagen zu können, würde den Rücktransport in unserem Dachzeltbus etwas erleichtern.

Wir müssen nun den Rückweg antreten, der uns wieder nach Casablanca führt. Dort angekommen werden wir vielleicht noch einmal an den Strand gehen um den  letzten feinen Wüstenstaub bei 20-22 Grad Wassertemperatur abzuwaschen oder einen letzten Stadtbummel in der Altstadt zu machen.

Am nächsten Tag verabschieden müssen wir leider unsere Gäste mit weniger Urlaubszeit am Flughafen und genießen den weiteren Weg in den Norden Marokkos nach Asilah um uns die Altstadt (Madina) anzuschauen. Sie ist umgeben von ehemals portugiesischen Festungsmauern und Türmen. Den Portugiesen diente Asilah im 15. Jahrhundert als Stützpunkt bei der Suche nach neuen Handelswegen. Von der Befestigungsanlage werden wir die abendliche Stimmung und den Sonnenuntergang entspannt genießen können und werden auch von der eindrucksvollen Vielfalt dieses Landes Abschied nehmen müssen.

Der nächste Tag führt uns zum Fährhafen nach Tanger-med und mit einer zweitägigen Mittelmeer Passage kommen wir ganz entspannt in Genua am Vormittag an. Nach unserer Ankunft in Italien werden wir noch einige Stunden zum Übernachtungsstopp am Lago Maggiore fahren und unser Nachtlager aufschlagen. In Karlsruhe kommen wir dann am nächsten Tag am frühen Nachmittag an. Hier müssen nun auch wir nach langer Reise voneinander Abschied nehmen. Mit Sicherheit werden wir noch viel und lange an diese Reise aus Tausendundeine Nacht denken.

 

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Unsere Leistungen:

  • Rundreise mit dem Dachzeltbus ab Malaga / an Karlsruhe
  • Flüge: Frankfurt – Malaga (inkl. Flughafengebühren /-steuern)
  • Fährfahrt: Tanger – Genua (in 4-Bett Kabine)
  • Fährfahrt: Algeciras – Tanger
  • 2 Tage/Nächte – Organisierte Wüstentour 
  • Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
  • Deutsche Reisebegleitung

 

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken- und/oder Reiseversicherungen
  • Dachzelt–Zuschlag für garantierte Alleinbenutzung 330,-€
  • Ausflüge ohne Dachzeltbus
  • Gemeinschaftskasse: 340,- € für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren

 

Mindestteilnehmerzahl: 12

FBA 189 Süd-Marokko - Buchung / Reservierung

Zustimmung erforderlich

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