Albanien
18.04. – 04.05.2027 / 17 Tage
Grenzraum alter Kulturen
Unsere Rundreise durch das kleine südosteuropäische Albanien ist eine Aktivreise in ein weitgehend touristisch unerschlossenes Land. Es erwartet uns eine bergige Landschaft mit sehenswerten Festungen, Burgen und kulturellen Stätten. In den Orten besuchen wir lebendige Basare und lernen die Lebensweisen der Bevölkerung kennen. In den albanischen Nationalparks mit ihren herausragenden landschaftlichen Reizen wandern und erleben wir die schützenswerte Natur. Und zur Freude gibt es schöne lange Badestrände und an vielen Orten sehr gastfreundschaftliche Menschen.
Ausführliche Beschreibung FBB 349
Albanien FBB 349
Grenzraum alter Kulturen
18. April – 04. Mai 2027 17 Tage / 1.590,- €
Reiseverlauf
Wir treffen uns um 10 Uhr an der Allianz-Arena in München und fahren über Österreich nach Italien. Auf unserem Weg zum Fährhafen Ancona werden wir an geeigneter Stelle eine Zwischenübernachtung einlegen. Beim Abendessen nutzen wir dann die Gelegenheit uns näher kennenzulernen und über unseren Reiseverlauf zu sprechen.
Am nächsten Morgen nach unserem Frühstück fahren wir die restliche Wegstrecke zum Fähranleger nach Ancona, wo dann abends „Leinen los“ ertönen wird. Unsere Fähre wird dann am nächsten Abend, um ca. 18 Uhr über die Adria in Igoumenitsa anlegen. Da diese Fährlinien eher später ankommen als geplant, kann es für uns bedeuten einen „Plan B“ für unser Nachlager parat zu haben. Im Normalfall sind es bis zur albanischen Grenze vom Fähranleger noch ca. 50 km was wir eigentlich vor Grenzschließung um 22:00 Uhr schaffen sollten und steuern dort zügig unser Nachlager auf einem Campingplatz an.
Heute steht die auf unserem Programm die besondere Ruinenstadt und Butrint zu besichtigen. Dieser sehenswerte Nationalpark beherbergt teilweise gut erhaltenen Bauten aus griechischen und römischen Zeiten und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Allgemein ist in Albanien festzustellen, dass der Lebensstandard im Süden und an der Adriaküste deutlich höher ist als im restlichen Albanien, was sich auch an der Verkehrsdichte, speziell in diesem Nationalpark, bemerkbar macht. Unser nächstes Ziel wird die besonders sehenswerte Stadt und UNESCO Welterbe Gjirokastra sein. Ein wirklicher Augenschmaus ist die imposante Festung und das quirlige Treiben in der Innenstadt. Die Stadt ist neben Berat einer der ältesten und wichtigsten Kulturzentren in Albanien. Wenn wir in die Stadt kommen, thront hoch oben die Befestigungsanlage und in deren Schatten schmiegt sich das alte Basarviertel. Steile, kopfsteinpflasternde Wege schlängeln sich durch die Altstadt, wo wir herausstechend hübsche Häuser sehen werden und ein großes Angebot an Restaurants mit örtlichen Spezialitäten zur Auswahl haben. Nach einem Aufstieg zur Burg gelangen wir durch einen Torbogen ins Innere, wo uns ein Museum und etliche Artefakte aus längst vergangenen Zeiten erwarten. Im weitläufigen Gelände der Festung ist besonders die traumhafte Aussicht auf die Altstadt und die Flussebene des Drinos erwähnenswert. Wir werden uns ausgiebig in der belebten Innenstadt umschauen und viele interessante albanische Souvenirs und andere Gegenstände entdecken.
Auf unserer Weiterfahrt kommen wir an einem schönen Strandabschnitt vorbei, der zu einem erfrischenden Bad in der Adria einlädt, oder Barfuss am Strand spazieren zu gehen. Es ist die „Seman-Beach“ mit Wassertemperaturen im April und Mai zwischen 15-20 Grad und Ende September über 20 Grad.
Nun kommt das nächste Highlight mit dem wunderschönen Fluss Osum. Entlang dieser spektakulären Osum-Schlucht mit vertikal abfallenden Steilwänden aus Kalk, die Höhen von 70 bis 80 Metern haben, fahren wir mit einigen Stopps zu einer Stelle, wo wir unser Nachtlager aufschlagen werden. Hier, in Nachbarschaft eines sehr kleinen Restaurants finden wir einen gut gelegenen Übernachtungsplatz am Ufer und zwischen den Felsen der Schlucht. Es ist die Gelegenheit am und im Wasser spazieren zu gehen, zu baden und abends ungestört am Lagerfeuer zu sitzen. Über eine kleine Brücke gelangen wir zur anderen Flussseite um etwas länger wandern zu können.
Eine Weiterfahrt ist für alle etwas größeren und schwereren Fahrzeuge nicht möglich und so müssen wir am nächsten Tag wieder am Flusslauf zurückfahren, um in die Hauptstadt Tirana zu gelangen.
Die Straße führt an Berat vorbei, wo wir unbedingt einen Stopp einlegen müssen. Hier ist die Burg von Berat aus dem 13. Jahrhundert sehenswert, die ursprünglich als Festung angelegt wurde und einen ganzen Stadtteil umfasst. Von der Burg gehen wir über Schleichwege bergab in die lebhafte Stadt, um vom Flusslauf Osum dann ein weiteres Wahrzeichen zu erkennen, warum Berat auch „Stadt der 1000 Fenster“ genannt wird.
Teran ist eine wirklich quirlige Stadt mit interessantem Stadtkern, wo wir uns die Märkte oder das Museum „Bunk’Art2“ anschauen können. Es zeigt uns die dunkle Vergangenheit Albaniens (sozialistische Diktatur von 1944-1991) und ist einer von 200.000 heute noch existierenden Bunkern. Albanische Kultur gibt es im historischen Nationalmuseum (viele Ausstellungsstücke der Antike, dem Mittelalter und aus der Zeit der albanischen Unabhängigkeit 1912). Sehr empfehlenswert für alle, die Albanien wirklich verstehen wollen. Den Hausberg Dajti von Tirana müssen wir uns unbedingt anschauen. Eine einmalige Aussicht in schwindelnder Höhe auf die Stadt erwartet uns. Wir haben die Wahl den Aufstieg zu Fuß, oder mit der Seilbahn zu bewältigen. Auf dem Plateau finden wir einige Rundwege und ein Panoramarestaurant.
Nach Tirana erfolgt eine etwas längere, aber schöne Straßen-Passage um ins Valbona Tal zu gelangen. Hier sei noch erwähnt, dass die Straßenverhältnisse in Albanien in den letzten 10 Jahren gut ausgebaut wurden. Viele Strecken sind Kurvenreich und dabei gut zu befahren.
Das schöne und unberührte Naturschutzgebiet Valbona Tal am Fluss gelegen, gehört seit 2022 zum Nationalpark Alpen Albaniens. In dieser Hochgebirgslandschaft ist ein Ruhetag eingeplant, um je nach Lust und Kondition kurze und längere Ausflüge mit guten Wegbeschreibungen zu unternehmen. Die längeren gehen in die Berge und kürzere im Tal am Flusslauf entlang.
Der Weg nach Skodra führt uns über eine gut befahrbare Straße. Sie schlängelst sich durch eine sehr schöne Berglandschaft mit etlichen Stauseen. Unser Ziel ist nach gut einer Stunde Fahrzeit der Ort Fierza, wo die „Lake-Komani-Ferry“ auf uns wartet. Diese empfehlenswerte Strecke von ca. 1,5 Stunden geht allerdings nur ohne unseren Dachzeltbus. Unser Bus wird in der Zwischenzeit am Ende in Fährlinie nach Koman fahren und dort wieder alle in Empfang nehmen. Wahrscheinlich braucht unser Bus etwas länger für die Strecke. Von dort fahren wir dann zum Campingplatz nach Skodra. Die Stadt liegt am großen Skutariesee und wird von der Festung Rozafa dominiert.Diese Festung als Schwerpunkt wollen wir uns am nächsten Vormittag anschauen. Von der Burg werden wir kilometerweit über Albaniens flache Landschaft im Süden bis zu den furchterregenden Bergen im Osten blicken können. Das Gelände der Burg ist riesig und weitläufig.
Unsere Weiterfahrt kommt an eine weitere Attraktion vorbei, „Rana e Hedun“ ist eine Küstendüne und bedeutet übersetzt „Geworfener Sand“. Sie hat sich durch Wind am Hang des felsigen Berges gebildet und rund 50 Meter hoch und bis zu 600Meter lang. Sie ist seit 2002 ein Naturdenkmal. Nach weiteren 50 km legen wir wieder einen Stopp ein und kommen zur Festung Kruja, für die albanische Nation ein historisches Heiligtum und beherbergt das Skanderberg Museum. Sie soll nach Überlieferungen ca. 500 n. Cr. von Illyrern erbaut worden sein und viele Schlachten überstanden haben.
Nun wollen wir nach Südosten fahren, an den Ohridsee und etwas weiter zum Prespasee. Der gehört zum Prespa-Nationalpark, in einem Gebiet, wo sich nur wenige Touristen aufhalten, was wir an mangelnden Unterkünften und Campingplätzen bemerken werden. Traditionell und wegen der Grenznähe, ist hier die Nordmazedonische Sprache vorherrschend und stellt uns vor einigen fantasievollen Herausforderungen. Auf Grund unserer kulturellen und äußerlichen Andersartigkeit und der langen Isolation Albaniens, begegnen wir hier, wie auch an vielen anderen Orten eine spürbare, neugierige und ehrliche Gastfreundlichkeit – hier merken wir, dass Worte nicht alles sind.
Am Westufer des Prespasees besuchen wir die Ortschaft Pustek und versuchen mit einer Bootsfahrt die kleine Insel Maligrad anzusteuern. Dort versteckt sich die kleine und sehenswerten Saint Mary Church. Allein die Passstraße nach Pustek ist sehenswert und mindestens am NP-Eingangsschild werden wir ein Fotostopp einlegen. Eine Wanderung in Hanglage mit Blick auf den See und der gegenüberliegenden Uferseite ist hier geplant. Je nach Wanderweg gibt es in Wassernähe einige versteckte und verlassene Kirchen und Höhlen zu entdecken.
Ungefähr 100 km werden wir zurücklegen um nach Psarades oberhalb des kleinen Prespasee zu gelangen. Dieses Gebiet ist ein Teil des Prespa Nationalparks ohne Zufahrtmöglichkeit von Albanien. Auf dieser Landzunge zwischen dem kleinen- und großen Prespasee wollen wir eine kleine Bootfahrt unternehmen, um das schlecht erreichbare Küstengebiet mit einigen versteckten Kirchenbauten kennenzulernen – kann gegebenenfalls Mangelns größerer Boote schwierig werden. Danach fahren wir ans Ufer des kleinen Prespasee, zur Insel Agios Achillios. Bei seiner Erkundung mit einer kleineren Wanderung werden wir hier Zeugnisse aus zwei Jahrtausenden entdecken.
Nach einer weiteren Übernachtung werden wir unseren Weg fortsetzen und wieder nach Igoumetitsa fahren, wo unsere Fähre nach Ancona am Abend startet.
Von dort fahren wir zügig nach Venedig auf einen bekannten Campingplatz mit Bahnanschluss. Von hier aus fährt die Bahn im 30 Minuten Takt zum Canale Grande. Wer die Gelegenheit nutzen möchte wird gleich aufbrechen, um durch Venedig zu schlendern. Es bleibt nur die Rückkehruhrzeit abzusprechen um eine Kochentscheidung zu treffen.
Am nächsten Morgen geht’s dann über Österreich wieder nach München, wo wir am Nachmittag bis 17:00 Uhr ankommen wollen und mit vielen Erlebnissen im Gepäck voneinander Abschied nehmen müssen.
Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.
Das Daltus-Team wünscht Euch eine angenehme und erholsame Reise.
Unsere Leistungen:
- Rundreise mit dem Dachzeltbus – Abfahrt / Ankunft München
- Fährfahrt: Ancona – Igoumenitsa und zurück (inkl.4Bett Kabinen)
- Fährfahrt: Fierza – Koman oder andere Richtung
- Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
- Deutsche Reisebegleitung
Nicht eingeschlossen:
- Kranken- / Reiseversicherungen
- Ausflüge ohne Dachzeltbus
- Zuschlag für garantierte Alleinbenutzung eines Dachzeltes: 300,- €
- Gemeinschaftskasse: 310,- € / Person für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren
Mindestteilnehmerzahl: 12
Wichtige Überlegungen vor einer Buchung:
Unsere Reisen sind nicht Barrierefrei, da unsere Dachzelte nur über eine Leiter zu erreichen sind.
Für unsere Gruppenreisen ist ein natürliches Maß an Mitwirkung und Toleranz notwendig.
Unsere Reiseplanung und Durchführung sind nicht von der „Stange“, somit sind Änderungen durch Unvorhergesehenes möglich.
Die Buchung eines Einzelzeltes bei DALTUS-Reisen sind nicht Limitiert und nach ungeschriebenen Regeln entstanden.
Um für unsere Saison 2027 das richtige Lot zu finden, wollen wir es nicht über höhere Preise gestalten, sondern appellieren an den Gemeinschaftssinn und Toleranz.
Wir bitten um Verzicht, wenn Platzbedarf besteht und somit einer weiteren Person die Mitreise ermöglicht wird.
