Albanien
Grenzraum alter Kulturen
Unsere Rundreise durch das kleine südosteuropäische Albanien ist eine Aktivreise in ein weitgehend touristisch unerschlossenes Land. Es erwartet uns eine bergige Landschaft mit sehenswerten Festungen, Burgen und kulturellen Stätten. In den Orten besuchen wir Basare und lernen die Lebensweisen der Bevölkerung kennen. In den albanischen Nationalparks mit ihren herausragenden landschaftlichen Reizen wandern und erleben wir die schützenswerte Natur.
Ausführliche Beschreibung FBB 347
Albanien FBB 347
Grenzraum alter Kulturen
20. September – 06. Oktober 2026 17 Tage / 1.490,- €
Reiseverlauf
Wir treffen uns um 10 Uhr an der Allianz-Arena in München und fahren über Österreich nach Italien. Auf unserem Weg zum Fährhafen Ancona werden wir an geeigneter Stelle eine Zwischenübernachtung einlegen. Beim Abendessen nutzen wir dann die Gelegenheit uns näher kennenzulernen und über unseren Reiseverlauf zu sprechen.
Am nächsten Morgen nach unserem Frühstück fahren wir die restliche Wegstrecke zum Fähranleger nach Ancona, wo dann abends „Leinen los“ ertönen wird. Unsere Fähre wird dann am nächsten Abend, nach über 20 Stunden Seefahrt über die Adria in Igoumenitsa anlegen. Da diese Fährlinien eher später ankommen als geplant, kann es für uns bedeuten einen „Plan B“ für unser Nachlager parat zu haben. Im Normalfall sind es bis zur albanischen Grenze vom Fähranleger noch ca. 50 km was wir eigentlich vor Grenzschließung um 22:00 Uhr schaffen sollten und steuern dort zügig unser Nachlager auf einem Campingplatz an.
Am nächsten Morgen nach Tee und Kaffee machen wir uns gleich auf, die besondere Ruinenstadt Butrint zu besichtigen. Dieser sehenswerte Nationalpark beherbergt teilweise gut erhaltenen Bauten aus griechischen und römischen Zeiten und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Allgemein ist in Albanien fest zu stellen, dass der Lebensstandard im Süden und an der Adriaküste deutlich höher ist als im restlichen Albanien, was sich auch an der Verkehrsdichte, speziell in diesem Nationalpark, bemerkbar macht. Unser nächstes Ziel wird die besonders sehenswerte Stadt und UNESCO Welterbe Gjirokastra sein. Ein wirklicher Augenschmaus ist die imposante Festung und das quirlige Treiben in der Innenstadt. Die Stadt ist neben Berat einer der ältesten und wichtigsten Kulturzentren in Albanien. Wenn wir in die Stadt kommen, thront hoch oben die Befestigungsanlage und in deren Schatten schmiegt sich das alte Basarviertel. Steile, kopfsteinpflasternde Wege schlängeln sich durch die Altstadt, wo wir herausstechend hübsche Häuser sehen werden und ein großes Angebot an Restaurants mit örtlichen Spezialitäten zur Auswahl haben. Nach einem Aufstieg zur Burg gelangen wir durch einen Torbogen ins Innere, wo uns ein Museum und etliche Artefakte aus längst vergangenen Zeiten erwarten. Im weitläufigen Gelände der Festung ist besonders die traumhafte Aussicht auf die Altstadt und die Flussebene des Drinos erwähnenswert. Wir werden uns ausgiebig in der belebten Innenstadt umschauen und viele interessante albanische Souvenirs und andere Gegenstände entdecken.
Weiter gehts in den in östlichen Zipfel von Albanien, in den Prespa-Nationalpark, ein Gebiet, wo sich nur wenige Touristen aufhalten, was wir an mangelnden Unterkünften und Campingplätzen bemerken werden. Traditionell und wegen der Grenznähe, ist hier die Nordmazedonische Sprache vorherrschend und stellt uns vor einigen fantasievollen Herausforderungen. Auf Grund unserer kulturellen und äußerlichen Andersartigkeit und der langen Isolation Albaniens, begegnen wir hier, wie auch an vielen anderen Orten eine spürbare, neugierige und ehrliche Gastfreundlichkeit – hier merken wir, dass Worte nicht alles sind.
Ungefähr 250 km müssen wir zurücklegen um die Ortschaft Psarades oberhalb des kleinen Prespasee zu erreichen. Dieses Gebiet ist ein Teil des Prespa Nationalpark ohne Zufahrtmöglichkeit von Albanien. Auf dieser Landzunge zwischen dem kleinen- und großen Prespasee wollen wir eine kleine Bootfahrt unternehmen, um das schlecht erreichbare Küstengebiet mit einigen versteckten Kirchenbauten kennenzulernen – kann gegebenenfalls Mangelns größerer Boote schwierig werden. Danach fahren wir ans Ufer des kleinen Prespasee, zur Insel Agios Achillios. Bei einer kleineren Wanderung werden wir hier Zeugnisse aus zwei Jahrtausenden entdecken.
Am Westufer des Prespasees besuchen wir die Ortschaft Pustek und versuchen mit einer Bootsfahrt die kleine Insel Maligrad anzusteuern. Dort versteckt sich die kleine und sehenswerten Saint Mary Church. Allein die Passstraße nach Pustek ist besonders sehenswert und mindestens am NP-Eingangsschild werden wir ein Fotostopp einlegen. Eine Wanderung in Hanglage mit Blick auf den See und der gegenüberliegenden Uferseite ist hier geplant. Je nach Wanderweg gibt es in Wassernähe einige versteckte und verlassene Kirchen und Höhlen zu entdecken.
Wenn wir gut im Zeitplan sind, steht Korce nun auf unserem Programm, sie gilt als Geburtsort der albanischen Literatur und wird oft als „Wiege der albanischen Kultur“ bezeichnet. Hier stehen die Kathedrale „Auferstehung Christi“ und die Mirahor-Moschee. Auf dem Basar schauen wir uns die hiesigen Angebote an.
Nun wollen wir in südwestlicher Richtung fahren. Entlang des Ohridsees kommen wir ins Landesinnere nach Elbasan und erklärtes Ziel des Tages ist es, unser Nachtlager in Berat aufzuschlagen.
Es ist die „Stadt der tausend Fenster“, was besonders schön vom Flussufer des Osum anzuschauen ist. Und natürlich wollen wir hier auch die Burg besichtigen und danach über Schleichwege bergab in die lebhafte Stadt zu gehen.
Nun kommt das nächste Highlight mit dem wunderschönen Fluss Osum. Entlang dieser spektakulären Osum-Schlucht mit vertikal abfallenden Steilwänden aus Kalk, die Höhen von 70 bis 80 Metern haben, fahren wir mit einigen Stopps zu einer Stelle, wo wir unser Nachtlager aufschlagen werden. Hier, in Nachbarschaft eines kleinen Restaurants finden wir einen gut gelegenen Übernachtungsplatz am Ufer und zwischen den Felsen der Schlucht. Es ist die Gelegenheit am und im Wasser spazieren zu gehen, zu baden und abends ungestört am Lagerfeuer sitzen. Über eine kleine Brücke gelangen wir zur anderen Flussseite um etwas länger wandern zu können.
Eine Weiterfahrt ist für unser Fahrzeug nicht möglich und so müssen wir am nächsten Tag wieder am Flusslauf zurückfahren, um in die Hauptstadt Tirana zu gelangen. Eine wirklich quirlige Stadt mit interessantem Stadtkern, wo wir uns die Märkte oder das Museum „Bunk’Art2“ anschauen können. Es zeigt uns die dunkle Vergangenheit Albaniens (sozialistische Diktatur von 1944-1991) und ist einer von 200.000 heute noch existierenden Bunkern. Albanische Kultur gibt es im historischen Nationalmuseum (viele Ausstellungsstücke der Antike, dem Mittelalter und aus der Zeit der albanischen Unabhängigkeit 1912). Sehr empfehlenswert für alle, die Albanien wirklich verstehen wollen. Den Hausberg Dajti von Tirana müssen wir uns unbedingt anschauen. Eine einmalige Aussicht in schwindelnder Höhe auf die Stadt erwartet uns. Wir haben die Wahl den Aufstieg zu Fuß, oder mit der Seilbahn zu bewältigen. Auf dem Plateau finden wir einige Rundwege und ein Panoramarestaurant.
Der kommende Tag wird sehr kurvenreich sein, um ins Valbona Tal zu gelangen, aber es lohnt sich. In diesem schönen Naturschutzgebiet am Fluss gelegen ist ein Standtag geplant. Je nach Lust und Kondition sind hier kurze und längere Ausflüge mit guter Wegbeschreibung möglich. Die längeren gehen in die Berge und kürzere im Tal am Flusslauf entlang.
Nun wollen wir zum schönen Skutarisee, um uns Shkodra anzuschauen. Auf eigene Faust geht’s zur Festung Rozafa, von der wir kilometerweit blicken – von Albaniens flacher Landschaft im Süden bis zu den furchterregenden Bergen im Osten. Das Gelände der Burg ist riesig und weitläufig. In der lebendigen Innenstadt sollten wir durch die Fußgängerzone der Rruga Kole Idromeno und Rruga 28 Nentori schlendern und einen schönen Sitzplatz in einem der Bars und Cafés einnehmen. Die 4 km entfernte Ura e Mesit Brücke, eine ottomanische Bogenbrücke mit 15 Bögen und 108 Meter Länge, sowie das zweitwichtigste Wahrzeichen der Stadt, die Ebu Bekr Moschee könnten wir uns auch ansehen.
Der Ausflug nach Shkodra am Skutarisee kann aus Zeitgründen ausfallen.
Bevor wir nach Durres fahren, unsere letzte Station in Albanien, werden wir noch einen Stopp an der Festung von Kruja einlegen. Sie ist für die albanische Nation ein historisches Heiligtum und beherbergt das Skanderberg Museum. Nach kurzer Weiterfahrt sind wir dann schon in Durres, der zweitgrößten Stadt Albaniens, wo das Stadtzentrum klein und sehenswert ist. Bei einem gemütlichen Spaziergang kann man viele der Sehenswürdigkeiten problemlos erreichen, Beispiele sind das Amphitheater und die Überreste der alten Stadtmauer.
Bis zur Fährabfahrt von Durres nach Ancona haben wir noch Gelegenheit letzte Souvenirs für unsere Liebsten zu kaufen und freuen uns dann auf eine kleine Adriaseefahrt Richtung Ancona, um dort am nächsten Morgen anzukommen.
Von dort fahren wir zügig nach Venedig um noch bis in den Abend am Canale Grande und Umgebung zu schlendern. Unser Campingplatz ist glücklicherweise nur ca. 30 Minuten mit der Bahn vom Canale Grande entfernt.
Am nächsten Morgen geht’s dann über Österreich wieder nach München, wo wir am Nachmittag bis 17:00 Uhr ankommen wollen und mit vielen Erlebnissen im Gepäck voneinander Abschied nehmen müssen.
Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.
Das Daltus-Team wünscht Euch eine angenehme und erholsame Reise.
Unsere Leistungen:
- Rundreise mit dem Dachzeltbus – Abfahrt / Ankunft München
- Fährfahrt: Ancona – Igoumenitsa (inkl.4Bett Kabinen)
- Fährfahrt: Durres – Ancona (inkl.4Bett Kabinen)
- Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
- Deutsche Reisebegleitung
Nicht eingeschlossen:
- Kranken- / Reiseversicherungen
- Ausflüge ohne Dachzeltbus
- Zuschlag für garantierte Alleinbenutzung eines Dachzeltes: 300,- €
- Gemeinschaftskasse: 280,- € / Person für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren
Mindestteilnehmerzahl: 12
Wichtige Überlegungen vor einer Buchung:
Unsere Reisen sind nicht Barrierefrei, da unsere Dachzelte nur über eine Leiter zu erreichen sind.
Für unsere Gruppenreisen ist ein natürliches Maß an Mitwirkung und Toleranz notwendig.
Unsere Reiseplanung und Durchführung sind nicht von der „Stange“, somit sind Änderungen durch Unvorhergesehenes möglich.
Die Buchung eines Einzelzeltes bei DALTUS-Reisen sind nicht Limitiert und nach ungeschriebenen Regeln entstanden.
Um für unsere Saison 2026 das richtige Lot zu finden, wollen wir es nicht über höhere Preise gestalten, sondern appellieren an den Gemeinschaftssinn und Toleranz.
Wir bitten um Verzicht, wenn Platzbedarf besteht und somit einer weiteren Person die Mitreise ermöglicht wird.
