Camargue – Rhônedelta

Entdeckungstour zum größten Flussdelta Westeuropas und in das Naturschutzgebiet „Camargue“

Diese Region zwischen Languedoc und Provence ist eine einmalige und in der Artenvielfalt unvergleichliche Landschaft mit riesigen Salzgärten (hier entsteht an heißen und windstillen Tagen das teuerste Meersalz, das Fleur de Sel), überschwemmten Reisfeldern, urwüchsigen Sümpfen und weitläufigen Sanddünen.

Im von der UNESCO als Biosphärenreservat eingestuften Naturschutzgebiet treffen wir den großen Rosa-Flamingo an, der mit 15.000 Paaren zu den dort lebenden 340 Vogelarten gehört. Und wer sie noch nicht kennt, wird hier ebenfalls die typischen weißen Camargue – Pferde und die schwarzen Stiere antreffen.

Auf unserer Rundtour mit einigen Wanderungen entdecken wir neben Nimes und Avignon auch Arles und begeben uns auf die Spuren von Vincent van Gogh, der hier 1888 mehrere seiner berühmtesten Bilder schuf.

 

Ausführliche Beschreibung

Camargue     FBA 164

Rhônedelta

06. Mai. – 15. Mai. 2020      10 Tage / 830,- €

Reiseverlauf

 

Wir starten am Mittwochvormittag um 10 Uhr in Karlsruhe und fahren mit unserem Dachzeltbus über Basel, Bern und Genf eine landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Strecke durch die Schweiz zu unserem ersten Zwischenstopp, einem idyllisch gelegenen Campingplatz südlich von Lyon.

Am frühen Nachmittag des nächsten Tages erreichen wir Avignon und haben noch genügend Zeit, die malerischen Gassen der Altstadt, den imposanten Papstpalast, die Saint-Bénezet Brücke und einiges mehr auf uns wirken zu lassen. Auf dem Weg nach Nimes werden wir uns im Gardontal auf einer ca. 2-stündigen Wanderung das beeindruckende römische Aquädukt, den „Pont du Gard“, aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen. Dieser besonders gut erhaltene „mehrstöckige“ Wasserkanal, der die damalige Garnisonsstadt Nîmes mit Frischwasser versorgte, ist mit seinen fast 300 m Länge und 50 m Höhe ein weiteres Highlight unserer Entdeckungstour. Am Nachmittag starten wir zu einer Kanutour auf dem Gardon und werden das tiefe Tal des Flusses auf uns wirken lassen, die Pont du Gard vom Wasser aus betrachten und an einer seichten Stelle ein kleines Picknick einlegen.

Für Nimes, wo es für uns ein sehr sehenswertes Amphitheater, einen Tempel aus dem 1. Jahrhundert oder eine Parkanlage mit dem Diana – Tempel und einer großen Fontäne aus dem 18. Jahrhundert zu entdecken gibt, nehmen wir uns einen ganzen Tag Zeit. Hier können wir bei einem entspannten Bummel durch die vielen Gassen auch unsere Gaumen z. B. von Créme brulée mit Feigensirup oder dem typischen Hefekuchen Fougasse d`Aigues-Mortes verwöhnen lassen, lecker!

Über Aimargues soll es ins Herz der Camargue Gardoise nach Aigues-Mortes gehen. Uns empfängt eine mittelalterliche Altstadt, die mit den Salzgärten der Saline und dem Port de Plaisance (Hafen) beeindruckt. Mit den zur Seeseite vollständig erhaltenen majestätischen Stadtmauern führen viele Besichtigungspfade rund um das Kristallisierungsbecken mit den verschiedensten rosafarbenen Schattierungen.

Der nächste Tag soll uns in den „Parc Ornithologique de Pont de Gau“ führen. In diesem Naturpark sind mehrere Pfade zwischen Sümpfen und Schilfrohr angelegt und ermöglichen uns, Flamingos, Reiher und Störche aus nächster Nähe zu beobachten. Hier werden wir auch immer wieder die typischen weißen Camargue – Pferde mit ihren wallenden Mähnen sehen. Die Pferde kann man als halbwild bezeichnen, da sie ganzjährig weder in Stallungen stehen noch Zufütterung erhalten. Auch die ca. 15.000 Camargue – Stiere sind nur scheinbar freilebend, denn die meisten gehören zu einer „Manade“ (Tierzuchtbetrieb der Camargue). Sie werden fast ausschließlich für unblutige Stierkämpfe und zur Fleischversorgung gehalten.

Im weiteren Reiseverlauf steuern wir nun Saintes-Maries-de-la-Mer „die heilige Hauptstadt der Camargue“ an. Tausende von Gläubigen pilgern jährlich zu diesem internationalen Wallfahrtsort, um die 1448 gehobenen Schreine der heiligen Maria Jakobäa und der heiligen Maria Salome zu ehren. In der im Mai noch eher ruhigen Stadt werden wir uns die eindrucksvolle Wehrkirche ansehen, bei einem Strandspaziergang die vielen Vogelarten beobachten und unsere Blicke über das horizonterfüllende Mittelmeer mit dem Rhône-Delta schweifen lassen. Hier können wir auch eine kleine Wanderung zum Leuchtturm „Gacholle“ unternehmen oder uns für ausgedehntere Ausflüge ein Fahrrad mieten.

Am nächsten Morgen werden wir eine der Saline besichtigen, in denen das Fleur de Sel gewonnen wird und umfahren den salzwasserführenden Strandsee „Ètang de Vaccarès“, der durchschnittlich nur 50 cm tief ist und hier besonders viele Vogelarten, wie den charakteristischen Rosa- Flamingo, beherbergt. Auf unserem Programm steht nun der Park „Rèserve Natuelle des Marais du „Vigueirat“ mit den Etourneauer Wander-wegen. Diese sind unterschiedlich lange Pfade mit interaktiven Hütten, spannenden Informationen zu Geheimnissen von Mutter Natur, mit Aussichtsplattformen, zwei Beobachtungsstellen für die Tierwelt und einem ethnobotanischen Weg zu fünf typischen            Lebensräumen der Camargue. Ein zusätzlicher Ökologiepfad, die Blasenbrücke und das Haus der Fledermäuse runden das Angebot ab und sorgen für einen weiteren kurzweiligen und interessanten Urlaubstag.

Von hier haben wir es nicht mehr weit bis nach Arles, einer der ältesten Städte Frankreichs und dem ehemaligen Regierungssitz von Friedrich Barbarossa. Das alte Stadtzentrum, das mit seinen zahlreichen römischen und romanischen Bauten als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist, werden wir uns ebenso anschauen wie das Amphitheater, in dem heute noch Stierkämpfe ausgetragen werden. Nicht zu vergessen die unterirdischen Galerien unter dem ehemaligen Forum Romanum und die anmutige Kathedrale Saint Trophime, in der Barbarossa im Jahr 1170 zum König gekrönt wurde. In Arles finden wir auch zahlreiche Hinweise und Motive zur Schaffensperiode von Vincent van Gogh, sowie Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde von Pablo Picasso und weiteren berühmten Künstlern. Für Kunstliebhaber ist ein Museumsbesuch absolute Pflicht!

Der Chemin d’Arles (auch als Via Tolosana bekannt), beginnt als die südlichste der vier französischen Hauptrouten des Jakobswegs hier in Arles. Wir werden uns auf einem Abschnitt der ersten Etappe einen Eindruck vom Pilgerweg verschaffen und anschließend mit dem Dachzeltbus, mit dem zwischenzeitlich frische regionale Lebensmittel eingekauft wurden, zu unserem Campingplatz fahren.

Von Arles ist es nicht weit zum Massif des Alpilles, einem Nationalpark, der für seine Olivenöle, die als die besten der Welt bezeichnet werden, bekannt ist. Die Highlights sind hier „Les Baux-de-Provence“ und „Glanum“. Das Erste ist eine ehemalige mittelalterliche Festung und jetzt ein Künstlerdorf, das mit seiner imposanten Lage auf einem Felsmassiv und engen Gassen beeindruckt. Nicht weit entfernt werden wir die Überreste der erst keltischen, dann hellenistischen und später römischen Stadt Glanum mit den teilweise erhaltenen Stadtmauern und dem Podium – Tempel besichtigen. Der Triumphbogen und ein Turm sind noch besonders gut erhalten. Eine Wanderung in der         wunderschönen Landschaft der Alpillen rundet unser Programm ab. Wer nicht wandern möchte, kann das nahe gelegene Saint Remy-de –Provence besichtigen, wo in der ehemaligen Krankenanstalt viele Erinnerungsstücke von van Gogh ausgestellt sind, der hier ein Jahr intensiv gearbeitet hat.

Mit diesen vielen und unterschiedlichsten Eindrücken machen wir uns nun so langsam auf den Rückweg und werden im Elsass in Ribeauville eine letzte Übernachtung einlegen. Am kommenden Morgen ist Zeit für eine Ortsbesichtigung oder eine Wanderung zu drei Burgruinen am Ort. Zur Mittagszeit werden wir erholt in Karlsruhe anzukommen und müssen uns hier voneinander verabschieden.

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Unsere Leistungen

  • Rundreise mit dem Dachzeltbus: ab / bis Karlsruhe
  • Übernachtungen in 2-Personen-Dachzelten
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen

  • Kranken – und Reiseversicherungen
  • Fakultative Ausflüge
  • Einzelbelegung eines Doppelzeltes
  • Gemeinschaftskasse 200,- € (für Verpflegung, Eintritte und Campingplatzgebühren)

Mindestteilnehmerzahl: 12

 

 

 

 

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