Große-Chiletour

Patagonien bis Santiago de Chile und Atacama

Eine Reise, wo unsere bisherigen Natureindrücke überboten werden. Täglich werden unsere Sinneswahrnehmungen aufs Neue herausgefordert. Vom Start in Patagonien entlang der Anden bis nach Santiago begegnen wir mächtigen Gletschern wie den Fitz-Roy oder Perito Moreno, Vulkane wie Osorno Llaima oder Villarica und viele Nationalparks wie Isla Magdalena mit 100.000 Pinguinen oder den beeindruckenden Torres del Paine (Türme des blauen Himmels).

Im Gebiet der ehemaligen Mapuche Indianer durchqueren wir ausgedehnte Regenwälder mit den mächtigen Araukarienbäumen und testen den chilenischen Wein. Den Süden schließen wir mit der 5 Millionen Metropole Santiago de Chile und dem Weltkulturerbe Valparaiso. Der nördliche Teil unserer Großen Chiletour, die Atacama Wüste beginnt nach einem 2 stündigen Flug in Antofagasta. Die Atacama in Chile hat vor allem eines, eine unendliche Weite. Uns erwarten spektakuläre Sonnenuntergänge und nachts ein, durch die klare trockene Luft, gespenstisches Himmelszelt. Die trockenste Wüste weltweit beeindruckt ganz besonders in der Umgebung des Bergdorfes San Pedro de Atacama. Die im Osten, von den rötlich-braun schimmernden Anden flankierte Region, besticht durch ihre bizarre Schönheit.

 

Ausführliche Beschreibung

Große Chiletour       FBF 328

Patagonien bis Santiago de Chile und Atacama

26.Dezember 2020 – 28. Januar 2021      34 Tage / 6.440,- €

Reiseverlauf

Ausgangspunkt unserer Süd-Chile Tour ist die   südlichste Großstadt Punta Arenas im äußersten Süden Chiles, in Patagonien an der Magellanstraße. Gelegen an der wichtigsten Handelsstraße erfuhr die Stadt viele verschiedene kulturelle Einflüsse. Ein großer Anteil der Bevölkerung ist kroatischstämmig.

Wir nehmen uns etwas Zeit um uns in der Stadt umzusehen. Das Schiff Freilichtmuseum mit großen Nachbauten berühmter Schiffe und der schönste Friedhof Südamerikas mit internationalen Innschriften stehen zum Beispiel zur Auswahl. Wer Interesse hat, kann auch einen Tagesausflug mit dem Boot zur Insel Magdalena unternehmen. Im Naturschutzgebiet Los Pingüinos sind im Sommer bis zu 120.000 Pinguine neben Kormoranen und Möwen zu finden. Wenn das Wetter mitspielt macht vielleicht der Kapitän einen Umweg zur Insel Isla Marta, wo Seelöwen und Robben zu beobachten sind.

Im Nationalpark Torres del Paine (Türme des blauen Himmels) wollen wir dem Wahrzeichen, den drei nadelartigen Granitbergen, die bis 2850 m hoch in den Himmel regen, näherkommen. Wir unternehmen Wanderungen zu schönen Seen, durch die Tundra und durch große Wälder mit Zypressen, Lenga- und Olivillo Bäumen, wobei wir Andenkondore und Guanakos, eine wilde Form der Lamas, beobachten können. Dieser Nationalpark ist ein einzigartiges Naturwunder am Ende der Welt.

Als nächstes verlassen wir Chile und fahren über die Grenze nach Argentinien wo wir uns das nächste Highlight der Superlativen im Nationalpark Los Glaciares (UNESCO Weltnaturerbe) den Gletscher Perito Moreno ansehen wollen. Als Ausgangsort dient uns El Calafate. Täglich schiebt sich der Gletscher ca. 1,5m nach vorn und wir haben große Chancen das Kalben des Gletschers mitzuerleben. Der Anblick dieses Kolosses ist einfach fantastisch! Los Glaciares hat aber noch mehr Attraktionen zu bieten und so fahren wir weiter zu dem kleinen Ort El Chaltén. Von hier aus gelangen wir auf unseren Wanderungen zu matt-türkisen Gletscherlagunen und können dabei den Fitz Roy, der 3406 Meter in die Höhe ragt und den Cerro Torre (3128 Meter) bewundern.

Wir fahren in Richtung Norden nicht ohne einen Abstecher zur Höhle der Hände, den Cueva de las Manos zu machen. Inmitten der weiten patagonischen Steppe liegt die Schlucht des Rio Pinturas, in der wie die Höhle mit den bedeutenden Malereien finden, die 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Entstanden sind diese Höhlenmalereien 7.000 bis 1.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Sie wurden in drei Stilgruppen eingeteilt. Auf dem höchsten künstlerischen Niveau sind Jagdszenen von Menschen und Guanakos dargestellt. Doch die bekanntesten Malereien sind die in negativer Form dargestellten Hände. Diese Darstellungsart ist bis heute nur in dieser Schlucht bekannt.

Auch künstlerisch einmalig wird unser nächstes Ziel sein, die Marmorhöhlen (Catedral de Marmol), die wir von Puerto Tranquilo mit dem Boot ansteuern. Der knapp 2 stündige Ausflug auf dem glasklaren, türkis leuchtenden See wird unsere Vorstellung von Formen strapazieren. Wir begeben uns in ein Netzwerk aus Höhlen, Tunneln und Säulen. Es handelt sich zwar nicht um Marmor, doch durch die ständigen Wellen des Gletschersees wurden die Felswände geschliffen und weisen eine Struktur und Farbe auf, die an wunderschönen Marmor erinnert. Auch der Fahrweg dorthin ist atemberaubend, denn wir fahren die Uferstraße entlang, die immer wieder herrliche Ausblicke auf den großen Lago Buenos Aires und Lago Gral Carrera liefert. Am Ende des Sees wird unsere Straße zur berühmten Carretera Austral, eine der schönsten Straßen der Welt.  Zeitlich können wir nur einen kleineren Abschnitt von ca. 250 km auf diesem Teil der Panamericana fahren, denn es gilt als nächstes das Gebiet um Bariloche zu erkunden.

Der 2405 Meter hohe „Cerro Catedral“ lädt uns zum Wandern in einer grünen Berglandschaft ein. In den Sommermonaten befindet sich hier das größte Skigebiet Südamerikas.

Nun kommen wir zu dem wohl schönsten Vulkan Chiles. Der 2652 Meter hohe Osorno mit seiner weißen Gletscherkuppel und an dessen Fuß beeindruckende Wasserfälle und Stromschnellen zu bestaunen sind.

Hier im gleichnamigen Ort können wir die deutschsprachige Zeitung „Condor“ kaufen.

Wir machen einen Abstecher in den Nationalpark Villarrica. Sein gleichnamiger aktiver Vulkan (2.845 m) ist  2015 das letzte Mal ausgebrochen. In dieser vulkanisch geprägten Landschaft finden wir reiche Araukarien- und Lengawälder vor durch die wir wandern wollen.

Ein Stück weiter auf unserem Weg nach Santiago de Chile befindet sich der nächste Stratovulkan der auf unserer Highlight Liste steht. Auch der Llaima (3.125 m) im Nationalpark „Conguillio“ zählt zu Chiles aktivsten Vulkanen. Im 20. Jahrhundert wurden 23 Ausbrüche gezählt, sein letzter war 2008.

Auf unserem weiteren Weg in den Norden machen wir noch einen Stopp im Nationalpark „Laguna del Laja“. Die „Salto del Laja“ bestehen aus vier einzelnen, 30-40 Meter hohen Wasserfällen die wir uns anschauen werden. Der Nationalpark liegt in der Bio Bio Region in Chile. Hier ist die nördliche Grenze des sogenannten „Kleinen Südens“, wie man auch den Naturraum zwischen dem Fluss Rio Bio Bio und Patagonien nennt. Dieses gesamte Gebiet ist stark von Vulkanismus, Seenlandschaften und dem gemäßigten Regenwald geprägt.

Die Hauptstadt mit direkter Umgebung beherbergt ca. 44 Prozent der chilenischen Bevölkerung und wirkt als kulturelles Zentrum wie ein Magnet auf alle Künstler. Viele Museen, Bauwerke, Parks und selbst der Zentralfriedhof auf dem unteranderem auch Salvador Allende beerdigt wurde, ist ein Besuch wert. Nicht versäumen sollte man das Nationalgericht „Empanada“, eine gefüllte Teigtasche, zu probieren.

Bevor unsere Süd-Chile Reise zu Ende geht, ist noch ein Abstecher zu den Stränden und Altstadt von Valparaiso vorgesehen. Eine bedeutende Hafenstadt, dessen historischer Stadtkern mit seiner Architektur aus dem 19. Und 20. Jahrhundert zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Es ist die Stadt von Salvador Allende (ehemaliger Präsident) oder auch von Pablo Neruda (Nationaldichter). In Santiago wieder angekommen müssen wir nun am letzten Tag bei über 20 Grad Lufttemperatur Abschied von unseren Gästen der Süd-Chile Tour nehmen und sagen hasta luego „Tschüß“.

Hier beginnt der zweite Teil unserer Großen Chile Tour. Mit dem Flieger geht’s 2 Stunden in die Luft nach          Antofagasta, unserem Ausgangspunkt der Atacama Wüste. Die Stadt am Pazifik hat schöne Strände, interessante Museen und wunderschöne Gebäude aus kolonialspanischer Zeit.

Die Atacama ist eine Küstenwüste und auf der folgenden gut 400 km langen Küstenstraße Richtung Norden nach Iquique, wird uns verständlich, warum sie auch Nebelwüste genannt wird. Die heißen trockenen Ostwinde aus dem Regenschatten der Anden kommend, stoßen hier auf den kalten Humboldtstrom des Pazifiks. Deshalb kann hier in den Bergdörfern mit Nebelnetzen, den Atrapanieblas, Trinkwasser gewonnen werden.

Die Küstenstraße Ruta1 ist meist am Berghang gebaut und bietet uns abwechslungsreiche Blicke auf die hereinbrechenden Wellen der pazifischen Küste mit seinen

schönen Buchten. Unvorstellbar, dass eine Wüste direkt ins Meer mündet. Wir kommen in die am Pazifik liegende Stadt Iquique. Sie wird von einer immer näherkommenden, die Stadt überragenden Wanderdüne, der sogenannten Drachen-Düne, bedroht. Ein spektakulärer Anblick! Durch die Sandmassen besitzt die Stadt traumhafte Badestrände wie der Strand Cavancha und fordert trotz des kalten Humboldtstroms zum Baden auf. Auf unseren weiteren Weg kommen wir an den Salpeter Bergwerken Santa-Laura und Humberstone vorbei, beide sind von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen.

El Gigante, den Riesen der Atacama, müssen wir uns anschauen um einen Eindruck von Scharrbildern zu bekommen. Mit 115 m stellt der an einem Hügel gelegene Riese höchstwahrscheinlich eine Gottheit dar und ist die größte bekannte prähistorische anthropomorphe Abbildung. Bekannt sind mehrere tausend Geoglyphen und auch heute ist ihre Bedeutung noch nicht eindeutig geklärt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind es jedoch Gestaltungen im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen, die zwischen 800 und 600 v. Chr. angelegt und durch periodische Klimaschwankungen veranlasst wurden.

Weiter geht es durch die Wüste an weiteren verlassenen Minen und Salzseen vorbei in eine ganz besonders schön anzuschauende Region. Die nordchilenische Gemeinde San Pedro de Atacama umfasst mehrere Oasen-Dörfer und Siedlungen auf einer Höhe von ca. 2400 bis 2500 Metern. Eine Besonderheit ist die Kirche von San Pedro, sie ist eine der ältesten Chiles und ihr Dach wurde mit Kaktusstämmen gebaut. An der tiefsten Stelle des Tals liegt der größte Salzsumpf Chiles, der „Salar de Atacama“. Von hier aus unternehmen wir mehrere Ausflüge. Im Tal des Mondes (Valle de la Luna) und im Tal des Todes zwischen dem größten Salzsee und dem Vulkan Licancabur wollen wir wandern und hier einmalig schönen Sonnenuntergänge genießen. Auf dem Salzsee sind oft Flamingos zu beobachten und mit etwas Glück sehen wir scheue Guanakos, eine wilde Kamelart von denen die Haus-Lamas abstammen.  Wer nach den Wanderungen noch mehr Bewegung braucht, kann sich hier, ähnlich dem snowboarden ein Boardingbrett ausleihen um die Dünen herunterzufahren. 2008 wurden hier die Weltmeisterschaften im Sandboarding abgehalten. In Badesachen erholen wir uns in den 33. Grad warmen Quellen von Puritama. Dem Wasser werden heilende Kräfte zugeschrieben.

Auch die Besichtigung der Ruinen der historischen Wohn- und Fluchtburg „Pukará de Quitor“ aus dem Jahrhundert 1300 n. Chr. gehört zu unserem Programm. Diese Festung zählt zu den besten architektonischen Leistungen der San-Pedro-Kultur. Natürlich besuchen wir auch das Tal der Kakteen bei Guatin. Hunderte von Jahren sind die echinopsis atacamenis Kakteen alt. Mit einem Wachstum von nur 0,9 cm im Jahr haben sie heute eine beeindruckende Höhe von bis zu 7 Meter und einen Durchmesser von 70 cm erreicht.

Wenn das Wetter es zulässt, besuchen wir die höchstgelegensten Geysire der Erde. Auf 4500 Metern befindet sich El Tatio, der rauchende Vater. 40 Geysire, 60 heiße Quellen und mehr als 70 Schlammtöpfe sind hier auf einem Gebiet von drei Quadratkilometern zu finden.

Auf unserer Rundreise versuchen wir auch Tickets für das Radioteleskop ALMA zu bekommen. Es ist das größte astronomische Projektvorhaben der ESO (European Southern Observatory) mit internationalen Partnern. Seine Auflösung mit seinen 66 Radioantennen ist zehnmal so hoch wie die des Weltraumteleskops Hubble. Hier sind z.B. Bilder der sogenannten Einsteinringe von fernen Galaxien aufgenommen worden. Am Ende dieser wissenschaftlichen Einlage fahren wir zurück nach Antofagasta um uns auf den Heimweg zu begeben.

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Diese Reise ist im Allgemeinen für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Unsere Leistungen:

  • Flüge: Frankfurt – Punta Arenas / Santiago de Chile – Antofagasta / Antofagasta – Frankfurt (inkl. Flughafengebühr / -steuern)
  • Alle Autotransporte laut Programm
  • Übernachtung in einfachen, ortsüblichen Unterkünften
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken- und Reiseversicherungen
  • Fakultative Ausflüge
  • Verpflegung und Eintrittsgelder (ca. 20,- € / Tag)

Mindestteilnehmerzahl: 5

 

 

 

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