Camargue – Rhônedelta                

Entdeckungstour zum größten Flussdelta Westeuropas und in das Naturschutzgebiet „Camargue“

Diese Region zwischen Languedoc und Provence ist eine einmalige und in der Artenvielfalt unvergleichliche Landschaft mit riesigen Salzgärten (hier entsteht an heißen und windstillen Tagen das teuerste Meersalz, das Fleur de Sel), überschwemmten Reisfeldern, urwüchsigen Sümpfen und weitläufigen Sanddünen.

Im Biosphärenreservat (UNESCO eingestuftes Naturschutzgebiet) treffen wir den großen Rosa- Flamingo an, der mit 15.000 Paaren zu den dort lebenden 340 Vogelarten gehört. Und wer sie noch nicht kennt, wird hier ebenfalls die typischen weißen Camargue – Pferde und schwarzen Stiere antreffen.

Auf unserer Rundtour mit einigen Wanderungen entdecken wir neben Nimes und Avignon auch Arles und begeben uns auf die Spuren von Vincent van Gogh, der hier 1888 mehrere seiner berühmtesten Bilder schuf.

Ausführliche Beschreibung

Camargue – Rhônedelta         FBB 268

23. April. – 02. Mai. 2021      10 Tage / 810,- €

Entdeckungstour zum größten Flussdelta Westeuropas und in das Naturschutzgebiet „Camargue“

Reiseverlauf

Wir starten am Freitagvormittag um 10 Uhr in Karlsruhe und fahren mit unserem Dachzeltbus über Basel, Bern und Genf eine landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Strecke durch die Schweiz zu unseren ersten Zwischenstopp, einem idyllisch gelegenen Campingplatz südlich von Lyon.

Von hier haben wir es nicht mehr weit bis nach Arles, einer der ältesten Städte Frankreichs und dem ehemaligen Regierungssitz von Friedrich Barbarossa. Das alte Stadtzentrum, das mit seinen zahlreichen römischen und romanischen Bauten als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist, werden wir uns ebenso anschauen wie das Amphitheater, in dem heute noch Stierkämpfe ausgetragen werden. Nicht zu vergessen die unterirdischen Galerien unter dem ehemaligen Forum Romanum und die anmutige Kathedrale Saint Trophime, in der Barbarossa im Jahr 1170 zum König gekrönt wurde.

In Arles finden wir auch zahlreiche Hinweise und Motive zur Schaffensperiode von Vincent van Gogh, sowie Skulpturen, Zeichnungen und Gemälde von Pablo Picasso und weiteren berühmten Künstlern. Für Kunstliebhaber ist ein Museumsbesuch absolute Pflicht!

Der Chemin d’Arles (auch als Via Tolosana bekannt), beginnt als die südlichste der vier französischen Hauptrouten des Jakobswegs hier in Arles. Wir werden uns auf einem Abschnitt der ersten Etappe einen Eindruck vom Pilgerweg verschaffen und anschließend mit dem Dachzeltbus, der zwischenzeitlich frische regionale Lebensmittel eingekauft hat, zu unserem Campingplatz fahren.

Von Arles ist es nicht weit zum Massif des Alpilles, einem Nationalpark, der für seine Olivenöle, die als die besten der Welt bezeichnet werden, bekannt ist. Die Highlights sind hier „Les Baux-de-Provence“ und „Glanum“. Das erste ist eine ehemalige mittelalterliche Festung und jetzt ein Künstlerdorf, das mit der imposanten Lage auf einem Felsmassiv und engen Gassen beeindruckt. Nicht weit entfernt werden wir die Überreste der erst keltischen, dann hellenistischen und später römischen Stadt Glanum mit den teilweise erhaltenen Stadtmauern und dem Podium-Tempel besichtigen. Der Triumphbogen und ein Turm sind noch besonders gut erhalten.

Für Nimes, wo es für uns ein sehr sehenswertes Amphitheater, einen Tempel aus dem 1. Jahrhunderts n. Chr. oder eine Parkanlage mit dem Diana- Tempel und einer großen Fontäne aus dem 18. Jahrhundert zu entdecken gibt, nehmen wir uns einen ganzen Tag Zeit. Hier können wir bei einem entspannten Bummel durch die vielen Gassen auch unsere Gaumen z. B. von Créme brulée mit Feigensirup oder dem typischen Hefekuchen Fougasse d`Aigues-Mortes verwöhnen lassen, lecker!

Über Aimargues soll es ins Herz der Camargue Gardoise nach Aigues-Mortes gehen. Uns empfängt eine mittelalterliche Altstadt, die mit den Salzgärten der Saline und dem Port de Plaisance (Hafen) beeindruckt. Mit den zur Seeseite vollständig erhaltenen majestätischen Stadtmauern führen viele Besichtigungspfade rund um das Kristallisierungsbecken mit den verschiedensten rosafarbenen Schattierungen. Unser Nachtlager werden wir in Strandnähe von Le Grau-du-Roi aufschlagen und vielleicht noch einen Strandspaziergang unternehmen oder das Seeaquarium besuchen.

Der nächste Tag soll uns in den „Parc Ornithologique de Pont de Gau“ führen. In diesem Naturpark sind mehrere Pfade zwischen Sümpfen und Schilfrohr angelegt und ermöglichen uns, Flamingos, Reiher und Störche aus nächster Nähe zu beobachten.

Hier werden wir auch immer wieder die typischen weißen Camargue- Pferde mit ihren wallenden Mähnen sehen. Die Pferde kann man als halbwild bezeichnen, da sie ganzjährig weder Stallungen sehen noch Zufütterung erhalten. Auch die ca. 15.000 Camargue- Stiere sind nur scheinbar frei lebend, denn die meisten gehören zu einer „Manade“ (Tierzuchtbetrieb der Camargue). Sie werden fast ausschließlich für unblutige Stierkämpfe und zur Fleischversorgung gehalten.

Im weiteren Reiseverlauf steuern wir nun Saintes-Maries-de-la-Mer – „die heilige Haupstadt der Camargue“ an. Tausende von Gläubigen pilgern jährlich zu diesem internationalen Wallfahrtsort, um die 1448 gehobenen Schreine der heiligen Maria Jakobäa und der heiligen Maria Salome zu ehren. In der im April noch eher ruhigen Stadt werden wir uns die eindrucksvolle Wehrkirche ansehen, bei einem Strand-Spaziergang die vielen Vogelarten beobachten und unsere Blicke über das horizonterfüllende Mittelmeer mit dem Rhône-Delta schweifen lassen. Hier können wir auch eine kleine Wanderung zum Leuchturm „Gacholle“ unternehmen oder uns für ausgedehntere Ausflüge ein Fahrrad mieten.

Am kommenden Tag geht’s um den salzwasserführenden Strandsee „Ètang de Vaccarès“, der durchschnittlich nur 50 cm tief ist und hier besonders viele Vogelarten, wie den charakteristischen Rosaflamingo, beherbergt. Auf unserem Programm steht nun der Park „Rèserve Natuelle des Marais du Vigueirat“ mit den Etourneauer Wanderwegen. Diese sind unterschiedlich lange oder kurze Pfade mit interaktiven Hütten, spannenden Informationen zu Geheimnissen von Mutter Natur, mit Aussichtsplattformen, zwei Beobachtungsstellen für die Tierwelt und einem ethnobotanischen Weg zu fünf typischen Lebensräumen der Camargue. Ein zusätzlicher Ökologiepfad, die Blasenbrücke oder das Haus der Fledermäuse runden das Angebot ab und sorgen für einen weiteren kurzweiligen und interessanten Urlaubstag.

Auf dem Weg nach Avignon werden wir uns im Gardon-Tal auf einer ca. 2 stündigen Wanderung das beeindruckende römische Aquädukt, den „Pont du Gard“, aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen. Dieser besonders gut erhaltene „mehrstöckige“ Wasserkanal, der die damalige Garnisonsstadt Nîmes mit Frischwasser versorgte, ist mit seinen fast 300 m Länge und 50 m Höhe ein weiteres Highlight unserer Entdeckungstour. In Avignon haben wir noch genügend Zeit, die malerischen Gassen der Altstadt, den imposanten Papstpalast, die Saint-Bénezet Brücke und einiges mehr auf uns wirken zu lassen.

Mit diesen vielen und unterschiedlichsten Eindrücken machen wir uns nun so langsam auf den Rückweg und werden im Elsass in der Nähe von Colmar eine letzte Übernachtung einlegen, um am Sonntag zur Mittagszeit erholt in Karlsruhe anzukommen. Hier müssen wir uns dann leider voneinander verabschieden.

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

 

Unsere Leistungen:

  • Rundreise mit dem Dachzeltbus
  • Abfahrt / Ankunft Karlsruhe
  • Übernachtungen in 2-Personen-Dachzelten
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken – und Reiseversicherungen
  • Dachzelt – Zuschlag für garantierte Alleinbenutzung 160,-€
  • Ausflüge ohne Dachzeltbus
  • Gemeinschaftskasse: 200,- € für Verpflegung, Campingplätze und Eintrittsgelder

Mindestteilnehmerzahl: 12

FBB 268 Camargue / Rhônedelta - Buchung / Reservierung

Zustimmung erforderlich

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