Große Nordlandtour

Lappland, Nordkap und Lofoten

Über die Ostsee geht’s nach Helsinki und weiter durch Lappland mit seinen weiten Fjell-Landschaften zum Lemmenjoki-Nationalpark, der größten menschen- und weglosen Wildnisfläche Europas, ins Land der Samen. In Inari treffen wir im Besonderen die indigenen Nomaden des Nordens mit ihren Rentierherden. Hier können die Möglichkeit nutzen, das samische Schamanentum mit seinem spirituellen Heilgesang dem „Joik” kennenzulernen.

Auf dem Nordkap Plateau bei Mitternachtssonne lädt eine kleine Wanderung zur nördlichsten Spitze Europas ein.

Der weitere Reiseverlauf führt uns zu den beeindruckenden Vesteralen und den Lofoten, wo man bei gutem Wetter mit dem Postschiff der Hurtigrute den Trollfjord mit seinen steilen Berghängen bestaunen kann.

Eine Reise mit vielen kleinen und größeren Wanderungen, Schwimmen in kühlen Seen, Abende am Lagerfeuer, aber natürlich auch Stadtbesichtigungen von Helsinki bis Oslo machen diese Reise zu einem außergewöhnlichen Naturerlebnis.

 

Ausführliche Beschreibung

Große Nordlandtour     FBB 257

Lappland, Nordkap und Lofote

31. Mai – 21. Juni 2020      22 Tage / 1.390,- €

Reiseverlauf

Wir treffen uns am späten Nachmittag in Hamburg am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) und fahren mit unserem Dachzeltbus zum Fährhafen von Travemünde. Auf der Fähre verbringen wir zwei Nächte bevor wir in den Morgenstunden Helsinki in Finnland erreichen.

Nun haben wir einen ganzen Tag Zeit für die Besichtigung der finnischen Hauptstadt, die viel zu bieten hat. Helsinki, das wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands wurde 1812 zur Hauptstadt ernannt. Um sie zu einer repräsentativen Stadt umzugestalten, wurde sie nach dem städtebaulichen Vorbild St. Petersburgs geplant aufgebaut.

Die klassizistischen Gebäude im Zentrum, wie der Präsidentenpalast, die Nationalbibliothek, der Senatsplatz und Universität bilden eine zusammenwirkende Einheit. Aufgrund der Helligkeit der Gebäude trägt Helsinki den Namen „Weiße Stadt“.

Nun fahren wir in den Norden Finnlands durch die so typische finnische Seenlandschaft. In Jyväskylä, einer am Jyväsjärvi-See gelegen Universitätsstadt machen wir Halt. Von den Harju-Höhen haben wir einen schönen Blick über die Stadt, in der sich viele Gebäude und ein Museum des wohl bekanntesten finnischen Architekten Alvar Aalto befinden. Nach weiterer Fahrt in den Norden erreichen wir zum Übernachten einen idyllischen freien Platz am Tekojärvi See. Hier können wir ein erstes Lagerfeuer entfachen.

Die nächste Station auf unserer Reise ist die Bezirkshauptstadt Oulu, am Bottnischen Meerbusen. Hier kommen riesige Mengen Holz als fast unendlich erscheinendes Band zusammen und werden im Hafen verladen.

Ganz in der Nähe des Polarkreises befindet sich Rovaniemi. Sie ist die Hauptstadt des finnischen Lapplands und bildet das Tor zum Norden. Neben dem Postamt vom Weihnachtsmann lassen sich auch hier einige schöne Gebäude des finnischen Architekten Alvar Aaltos finden. Und für alle, die an den Weihnachtsmann glauben, hier am magischen Polarkreis befindet sich das Weihnachtsdorf sowie das Büro des Weihnachtsmannes, in dem wir ihn antreffen können.

Die „Eismeerstraße“ führt uns durch das Land der Rentiere, oft an Flussufern entlang, nach Sodankylä, wo die älteste Holzkirche Finnlands steht. Sie wurde 1689 erbaut und wir noch heute zu besonderen Anlässen von der Kirchengemeinde genutzt.

Auf der Straße zum Inari-See fahren wir durch fast unbewohntes Gebiet. Durch Moore und Sümpfe gelangen wir zur Wasserscheide zwischen Ostsee und Eismeer. Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen die Tundra Landschaft mit nur vereinzelten Zwergbirken und Krüppelkiefern. In dem Ort Inari, der in einer Bucht des gleichnamigen Sees liegt, haben die finnischen Samen ihre parlamentarische Vertretung. Die Bewohner Lapplands nennen sich seit den 1970er Jahren Samen. Um ihre Kultur und Geschichte kennenzulernen, besuchen wir das Sami-Museum, Siida.

Unser nächstes Ziel ist der Lemmenjoki-Nationalpark. In diesem Schutzgebiet sind zahlreiche Wanderwege durch die wilde Natur angelegt. Hier werden wir einen ganzen Tag verbringen. Wer möchte, kann sich abends in der finnischen Sauna entspannen. Eine beliebte Tätigkeit in dieser Gegend ist auch das Schürfen nach Gold.

Nach unserem ausgiebigen Wandertag passieren wir bald die Grenze zu Norwegen. Unser nächstes Ziel ist das Nordkap und damit der nördlichste Punkt unserer Reise. Im Monat der Mittsommernacht erleben wir hier die hellen Nächte des Nordens.

Nun verlassen wir den hohen Norden, denn unser nächstes Ziel sind die Lofoten und Vesteralen, eine Inselwelt auf der es viel zu entdecken gibt. Auf dem Weg dorthin kommen wir durch Alta. In der nahe gelegenen Hjemmeluft – Bucht besuchen wir das Alta Freilichtmuseum wo Tausenden von prähistorischen Felszeichnungen, die zum UNESCO-Welterbe zählen, zu sehen sind.

Zuerst landen wir auf den Vesteralen, eine Inselgruppe nördlich der Lofoten. In der Gegend um Nyksund lädt die Landschaft zu wunderschönen Wanderungen ein. Bei der Überfahrt mit der Fähre ist das einmalige Panorama der Lofoten sehenswert, denn man sieht die Skyline spitzkegeliger Berge. Jeder Berg sieht wie ein gigantischer Zuckerhut aus. Besonders im Schein der Mitsommernacht ist dieser Anblick faszinierend.

Typisch für die Lofoten sind Stelzenhäuser, die vor den großen Bergen der Insel ein besonders imposantes Motiv für Fotografen darstellen. In Kabelvag besuchen wir das kleine Lofoten – Museum, welches interessante Hinweise auf das     heutige Leben der Lofoten – Bewohner gibt. Gleich nebenan gibt es das Lofoten – Aquarium, in dem unter anderem riesige Exemplare des Störfisches zu sehen sind. Nach diesen zwei Museen wenden wir uns dann der überwältigenden Natur der beiden Hauptinseln der Lofoten, Vestvagoy und Austvagoy, zu. Wer mutig ist, kann hier ein Bad im Nordmeer wagen. Wunderschöne einsame Strände und steil aufragende Berge laden zum Spaziergang, Wandern und Faulenzen ein.

Wir verlassen die Inseln und reisen weiter in den Süden durch das Dunderlandsdalen. Bei einer Höhe von 650 Metern treffen wir auf eine Steinsäule. An diesem Punkt passieren wir wieder den Polarkreis, eine gedachte Linie, die die Grenze zu Arktis bildet. Hier dürfen wir es nicht versäumen, ein Steinmännchen als Glücksbringer zu bauen.

Auf unserem weiten Weg in den Süden machen wir Bekanntschaft mit dem Svartisen-Gletscher. Er liegt auf der Südseite des Saltfjellet-Gebirges und Nordwestlich der Stadt Mo I Rana. Der Gletscher teilt sich vorwiegend in einen Ost- und Westarm, in deren Mitte das Glomtal liegt. Wir werden den Nationalpark als ein aufregendes Wandergebiet kennenlernen und können außerdem mit einem Boot zum Svartisen-Gletscher fahren. Mit Glück werden wir den Gletscher beim „Kalben“ beobachten. So nennt sich der Vorgang, wenn es mit lautem Getöse zu einem Abbruch von Eisbergen am Gletscher kommt.

Wir wollen nach Trondheim. Unterwegs halten wir am Fluss beim tosenden Laksforsen-Wasserfall, wo wir unter günstigen Umständen Lachse beim Aufsteigen der Stromschnellen beobachten können. Trondheim selbst liegt an der Mündung des Nidelv am Trondheimfjord. Wir nehmen uns Zeit für die Besichtigung des historischen Zentrums, welches von schönen bunten Holzhäusern geprägt ist.

Die weitere Reise führt uns durch das Gudbransdalen, ein 200 km langes Wald-Tal. Viele Bauernhöfe bilden in diesem Tal mit ihren blutroten Anstrichen einen lebhaften Farbkontrast zum vorhandenen Grün. Auf der Europa-Straße 6 bewegen wir uns weiter nach Lillehammer. Hier werden wir das sehr schön gelegene Freilichtmuseum Maihaugen besichtigen. In vielen kleinen Werkstätten wird das frühere handwerkliche Können der Norweger vorgeführt.

Unsere große Nordland-Reise endet schließlich in Oslo. Die norwegische Hauptstadt am Fjord lockt mit viel Kultur, einer angenehmen Atmosphäre in der quirligen Innenstadt und dem leckersten Softeis Skandinaviens.

Mit der Fähre treten wir die Rückreise nach Deutschland an. Die Überfahrt Oslo – Kiel ist eine Nachtpassage und so erfolgt die Übernachtung noch einmal in 4-Bett-Kabinen. In Kiel startet dann die allerletzte Fahrt dieser Reise mit unserem Dachzeltbus und endet wieder an dem Ausgangspunkt in Hamburg beim Omnibusbahnhof (ZOB).

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Unsere Leistungen:

  • Rundreise im Dachzeltbus: ab / an Hamburg
  • Fährfahrten: Travemünde – Helsinki (mit Finnlines) / Oslo – Kiel (mit Color Lines) jeweils inkl. 4 – Bett – Kabinen
  • Fähre: Moskenes – Bodø
  • Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
  • Eintritt Nordkaphalle
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

(für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren)

Mindestteilnehmerzahl: 12

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