Baltikum

Berlin – St. Petersburg

Keine andere Region Europas bietet ein derart breites Spektrum an kulturellen und landschaftlichen Höhepunkten.

Bei dieser ausgewogenen Reise zwischen Natur und Kultur erklimmen wir die Wanderdünen im Slowinski Nationalpark, laufen am Sandstrand der Kurischen Nehrung, begeben uns auf Wanderungen im Gauja und  Lahemaa Nationalpark und wer will kann hier ein Kanu mieten.

Zwischendurch besuchen wir immer wieder kulturelle Höhepunkte, zu denen vor allem die Städte Danzig, Königsberg, die baltischen Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius gehören.

Auch das prächtige Sankt Petersburg mit seinem besonderen Charme und den beeindruckenden Palästen sowie die finnische Hauptstadt Helsinki werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

 

Ausführliche Beschreibung

Baltikum       FBA 183

Berlin – St. Petersburg

10. Juli – 27. Juli 2021     18 Tage / 1.190,- €

Reiseverlauf

Mit dem Dachzeltbus treffen wir uns in Berlin. Nachdem wir die Grenze zu Polen hinter uns gelassen haben, fahren wir in nördliche Richtung an die Ostseeküste. Bei Leba besuchen wir den Slowinski Nationalpark. Die besondere Attraktion des 18.000 ha großen Nationalparks sind seine Wanderdünen. Die Sandberge mit Höhen bis zu 50 Meter wollen wir erklimmen, da die hervorragende Aussicht einen Rundumblick auf die polnische Küste und das Hinterland bietet. Diese Wanderdünen bewegen sich über ganze Wälder hinweg und bilden eine der seltenen Wüstenlandschaften Europas.

Unseren Aufenthalt an der Ostsee runden wir mit einem ausgiebigen Strandspaziergang ab, bevor wir uns dann einer der schönsten Städte Polens widmen: Danzig. Bei einem Spaziergang durch die Stadt mit ihren Prachtgebäuden ist bemerkbar, dass sorgfältig restauriert und nicht nur mit ein paar Farbeimern das Zerstörte übergetüncht wurde. Hier war liebevolle Kleinarbeit am Werk! Die polnische Handwerkskunst hat den alten Charme der Hansestadt wiederaufleben lassen. Und so ist es möglich die Frauengasse, die Stadttore und das alte Rathaus mit Genuss zu besichtigen. Wer will, kann bei einem Schiffsausflug Danzig auch von der Wasserseite kennenlernen. Ein wenig Zeit sollte man sich am Ende noch für einen Streifzug durch die vielen kleinen Geschäfte des Zentrums nehmen.

Unser nächstes Ziel wird das frühere Königsberg und heutige Kaliningrad sein. Die ehemals deutsche Exklave Königsberg ist seit 1946 die Hauptstad der sogenannten Oblast Kaliningrad, das mitsamt dem nördlichen Ostpreußen zu Russland gehört. Kaliningrad ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und mit zahlreichen Universitäten, Museen und Theater ein kulturelles Zentrum. Der Dom und das Kantmuseum erinnern an die bedeutende Geschichte Königsbergs und es ist empfehlenswert diese Orte aufzusuchen und zu besichtigen. Ausgrabungstätigkeiten auf dem Gelände des nicht mehr vorhandenen Schlosses und den dort gemachten Funden haben zu Plänen geführt das Königsberger Schloss in einer historisierenden Form wiederaufzubauen.

Nach den Stadtbesuchen geht es wieder in die Natur zur Kurischen Nehrung. Der 98 km lange Landstreifen gehört fast zur Hälfte zu Litauen, die andere Hälfte zur Oblast Kaliningrad und liegt zwischen der Ostsee und dem Kurischen Haff. Sie ist für ihre einzigartige Dünenlandschaft bekannt und ihrem besonders feinen Sand, Kilometer weit. Der nur aus Sand bestehende Naturdamm, der an der schmalsten Stelle gar nur 400 Meter breit ist, ist eine einzige Wanderdüne. Die einsamen Strände und ruhigen Wälder machen dieses Gebiet zu einem geschätzten Urlaubsparadies. Hier wollen wir erst einmal ausspannen, das Meer genießen und durch kleine beschauliche Badeorte schlendern, wie beispielsweise Nidden, das heutige Nida. Nida gehört zu Litauen. Daher passieren wir vorher erst die russisch – litauische Grenze. Es bleiben noch weitere 46 km auf der Kurischen Nehrung und eine kurze Fährfahrt, um die Hafenstadt Klaipeda zu erreichen. Seit Litauen Mitglied der EU ist, erlebt Klaipeda einen rasanten Aufschwung. Der Grund besteht in der wachsenden Bedeutung des Ostseehafens als Verkehrsknotenpunkt für den europäischen Seehandel.

Nach einem Stadtspaziergang fahren wir weiter nach Kaunas. Kaunas ist zweitgrößte Stadt Litauens und bekannt für seine Textilindustrie. Es gibt zahlreiche Galerien, auch für Textilkunst. Diese lassen sich unter anderem in der zweieinhalb Kilometer langen Fußgängerstraße finden, die die mittelalterliche Altstadt mit der Neustadt verbindet.

Auf dem Weg in die litauische Hauptstadt Vilnius machen wir einen Abstecher in ein Seengebiet. Inmitten einer Landschaft mit ca. 200 Seen liegt die Stadt und spätmittelalterliche Wasserburg Trakai. Sie liegt auf einer Insel, war im 14. Jahrhundert vorübergehend Sitz des litauischen Großfürsten und beherbergt heute ein Museum.

Vilnius ist die größte Stadt des Baltikums mit etwa einer halben Millionen Einwohner. Als immer schon liberale Stadt gewährte sie in vielen Jahrhunderten verfolgten Juden Schutz und erhielt in diesem Zusammenhang die Bezeichnung „Jerusalem des Nordens“. Vilnius hat eine sehr gut erhaltene Altstadt, viele sehenswerte Kirchen und Gebäude. Sie zählt mit ihrer Lebendigkeit zu einer der aufregendsten Städte des Baltikums. Ein unbedingtes Muss! Diesen bedeutsamen und schönen Ort zu entdecken, wird ein Vergnügen sein.

Mit dem Dachzeltbus begeben wir uns weiter in den Norden nach Lettland. Kathedralen sollten währenddessen nicht fehlen. Eins steht fest: Auch, wenn wir uns hier tagsüber müde gelaufen haben, wird die Jahreszeit mit den hellen Nächten und das tobende Leben auf den Straßen uns sicherlich lange wachhalten. Bevor wir Rundale besuchen, halten wir unterwegs bei dem berühmten Berg der Kreuze. Seit etwa 1900 wurden hier Kreuze aufgestellt. Der Grund dafür wird in unterschiedlichsten Legenden beschrieben. Während der sowjetischen Ära sollten staatliche Maßnahmen diesen Brauch in Vergessenheit geraten lassen. Dies gelang nicht und so wurde dieser nur zehn Meter hohe „Berg“ ein Symbol des nationalen Widerstands. Heute stehen hier mehr als 50.000 Kreuze. Als heiliger Ort wird er international von Katholiken verehrt und als Wallfahrtstätte aufgesucht.

Als nächstes lernen wir das wohl schönste Schloss Lettlands, Schloss Rundale kennen. Es wird das Versailles des Nordens genannt und ist ein prächtiger Barockbau aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Besichtigen kann man unter anderem eine Ausstellung von europäischer und östlicher Kunst.

Nun liegt Riga, Lettlands Hauptstadt vor uns. Die Stadt blickt auf eine reiche Vergangenheit zurück. Mächtige Stabkirchen, Patrizierhäuser, Kontore und Gilden zeigen die immerwährenden Verbindungen zum Westen. Besonders für seine Jugendstilbauten ist Riga berühmt.

Im Anschluss folgt eine landschaftlich eindrucksvolle Fahrt durch Lettland zum Gauja Nationalpark. Die Gauja, einer der schönsten Flüsse des Landes, schlängelt sich in tiefen und steilen Tälern durch eine hügelige, licht bewaldete Landschaft. Der Nationalpark lädt zu Wanderungen oder fakultativ zu einer Kanufahrt auf der Gauja ein. Entlang der Uferwiesen kann man sich zudem herrlich beim Baden vergnügen.

Parallel zur Ostseeküste steuern wir den nördlichsten baltischen Staat, Estland, an und werden dort die Hauptstadt Tallinn besuchen. Für die Besichtigung der wunderschönen Altstadt mit dem bekannten gotischen Rathaus werden wir etwas Zeit haben. Als „außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen nordeuropäischen Handelsstadt“ wurde Tallinn 1997 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Ein besonderer Höhepunkt dieser Reise ist unumstritten Sankt Petersburg. Sie ist wohl die schönste Stadt Russlands und die zu unserer Reisezeit herrschenden Lichtverhältnisse laden uns ein das „Venedig des Nordens“ zu erkunden. Interessante Museen, ein Stadtbummel und eine Bootsfahrt auf dem Hauptstrom der Newa und ihren Nebenarmen sollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine verzaubernde Stimmung erleben wir am Ufer der Newa, wenn das abendliche Licht auf die Stadt mit ihren Brücken scheint. Auch die langen Nächte sind in St. Petersburg berühmt. Einen Tag nutzen wir als Ausflug zum Schloss Petershof mit seiner prächtigen Gartenanlage und Wasserspielen. Schon die Hinfahrt mit der russischen Vorortsbahn, der Elektritschka und die Rückfahrt zur Stadt mit dem Schnellboot sind ein Erlebnis.

Die letzten Tage der Dachzeltbus-Tour brechen an und wir begeben uns auf die andere Seite des Finnischen Meerbusens nach Helsinki. Bevor uns die Fähre zurück nach Deutschland bringt, nehmen wir uns noch etwas Zeit um uns die finnische Hauptstadt anzusehen.

 

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetter-verhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Das Daltus-Team wünscht Euch eine angenehme und erholsame Reise.

Unsere Leistungen:

  • Rundreise im Dachzeltbus: ab Berlin / an Hamburg
  • Fährfahrt: Helsinki – Travemünde (inkl. 4-Bett-Kabinen)
  • Übernachtung in 2-Personen Dachzelten
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken- und Reiseversicherungen
  • Dachzelt – Zuschlag für garantierte Alleinbenutzung 260,-€
  • Ausflüge ohne Dachzeltbus
  • Visagebühren (ca. 145,- €)
  • Gemeinschaftskasse: 270,- € (für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren)

Mindestteilnehmerzahl: 12

FBA 183 Berlin - St. Petersburg - Buchung / Reservierung

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