Rumänien und Moldawien

Von Weltkulturerben und Naturschönheiten

Rumänien, urwüchsig und voller lebendiger Traditionen, von herzlichen Menschen bewohnt, ist für viele ein noch unbekanntes Land. Auch wenn schon fast jeder mal etwas von den Karpaten, Siebenbürgen (Transsilvanien), Walachei, Bukowina, Moldau, Schwarzes Meer, Donaudelta oder Dracula gehört hat.

Ebenso Moldawien (Republik Moldau), eine junge eigenständige Republik mit dem autonomen Gebiet Gagausien und der abgespaltener Region Transnistrien werden wir abseits überlaufender Touristenpfade mit seinen Kulturstätten, unberührten Natur und wildlebenden Pferden kennenlernen.

 

Ausführliche Beschreibung

Rumänien und Moldawien     FBA 177 F

Von Weltkulturerben und Naturschönheiten

10. September – 26. September 2020      17 Tage / 1.250,- €

Reiseverlauf

Unsere Reise beginnt in Dresden. Nach einem Übernachtungsstopp in Ungarn gelangen wir schon am zweiten Tag nach Rumänien.

Die Grenze nach Rumänien überschreiten wir in Bors. Über Oradea fahren wir nach Transsilvanien (Siebenbürgen), wo wir kurz vor Cluj-Napoca (Klausenburg), unsere erste Nacht in Rumänien verbringen. Am nächsten Tag nehmen wir uns genügend Zeit um in das rumänische Stadtleben einzutauchen, den Cluj-Napoca (Klausenburg) ist eine sehr alte, lebhafte Universitätsstadt in einer von Bergen und Wäldern geprägten Landschaft. Mit ihrer bewegten Vergangenheit ist sie heute Rumäniens kulturelles Zentrum der ungarischen Minderheit, die hier 19 % der Stadtbevölkerung ausmachen.

Unsere Weiterfahrt führt uns durch die Karpaten über Bistrita und dem Tihutza Pass, der sich auf 1200m Höhe befindet, bis in den Kur- und Wintersportort Vatra Dornei.

Der nächste Tag gehört den Moldauklöstern, denn die Besichtigung einiger der außergewöhnlichen Klöster darf auf unserer Reise nicht fehlen. Zu der Gruppe der Moldauklöster zählen 40 römische-orthodoxen Klöstern, die im 15. und 16. Jahrhundert errichtet wurden. Da die Fresken dieser bunten Klöster so wertvoll und einmalig sind, wurden alleine acht ihrer Klosterkirchen zum UNESCO- Weltkulturerbe erklärt.

Auf dem Weg nach Sucevita machen wir einen Stopp am Frauenkloster Moldovita. Die Innen- und Außenwände wurden 1537 mit farbiger Wandmalerei verziert, die noch heute, nach fast 500 Jahren gut erhalten ist. In Sucevita befindet sich ein Kloster das heute als eines der schönsten Moldauklöster gilt. Die berühmteste Freske, die sogenannte Tugend- oder Himmelsleiter ist hier an der Klosterkirche zu finden. In dieser herrlichen Umgebung wollen wir unsere Nacht verbringen.

Nun wollen wir einen Abstecher nach Moldawien machen. Von Sucevita geht es über die moldawische Grenze nach Soroca (Elster). Wir machen einen Stopp an der Zitadelle von Soroca, einem mächtigen Bollwerk im Norden Moldawiens. Die uneinnehmbare steinerne Festung wurde im 15. Jahrhundert errichtet und leistete Soroca bis ins 18. Jahrhundert gute Dienste als Verteidigungsanlage. Sie wurde in einem 30m messenden perfekten Kreis aus mächtigen Mauern errichtet, die durch gewaltige Wehrtürme, noch verstärkt wurden. Die angrenzende Parkanlage lädt zum Entspannen und spazieren ein.

Der Anteil der Zigeuner an der Stadtbevölkerung in Soroca macht bereits über ein Drittel aus. Ein Ganzes Stadtviertel wird durch imposante Villen der Roma- Minderheit geprägt, was im Volksmund zum Beinamen „Zigeunerhauptstadt Moldaus“ führte. Wir wollen bei einem Spaziergang die gigantische und irgendwie groteske Häuser anschauen. Gebäude von skurrilem Protz: goldene Kuppeln, orientalische Bögen, kirchliche Säulenwände. Hier werden Elemente verschiedenster Baustile heillos vermengt.

Wir fahren weiter in die Hauptstadt Moldawiens, nach Chisinau. Die Metropole mit 530.000 Einwohnern ist relativ überschaubar. Es ist schön über den Boulevard Stefan cel Mare und den gleichnamigen Park zu flanieren. Nicht verpassen sollte man einen Besuch des Zentralmarkts. Dort können wir an jedem Stand ausgiebig und kostenlos landestypische Speisen sowie frisches Obst und Gemüse probieren; ein authentisches Erlebnis.

Die religiöse Tradition der moldauischen- orthodoxen Kirche werden wir bei einem Ausflug in die   Region Orheiul Vechi erleben. Dort thront auf dem Butuceni – Hügel über der naturbelassenen Landschaft das Höhlenkloster Manastirea Pestera. Das Kloster gilt heute als wichtigster Ort für Gläubige.

Rund 20 Kilometer von Chisinau entfernt liegt der Weinkeller Milestii Mici. Die ehemaligen Stollen eines Kalksteinbergwerks wurden zu einer Unterirdischen Weinstadt umgebaut. Mit einer Sammlung von 1,5 Millionen Faschen in einem Tunnelsystem, das sich über stolze 200 Kilometer erstreckt, ist Milestii Mici laut „Guinnessbuch der Rekorde“ der größte Weinkeller der Welt. Eine Weinprobe der besonderen Art in einer der Verkostungsstuben wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Nach diesen Erlebnissen verlassen wir Moldawien und fahren nach Bicaz, das am südlichen Ende des Stausees Izvoru Muntelui, in Rumänien liegt, wo wir übernachten werden.

Auf dem Weg Richtung Sighisoara (Schäßburg) machen wir einen längeren Stopp am legendenreichen See Lacul Rosu. Hierfür fahren wir durch die 10 km lange Bicaz-Schlucht (Cheile Bicazului), die eine der spektakulärsten Gebirgsstraßen                Rumäniens ist. An der engsten Stelle, dem „Höllenschlund“ ist die Schlucht nur 6 m breit und die Felswände ragen 150 – 300 m in die Höhe. Ein Paradies für mutige Kletterer.  Aber auch Wanderer kommen auf ihre Kosten, denn es gibt mehrere markierte Wege durch die Schlucht und um den See herum.

Der Lacul Rosu (auch Rotsee oder Mördersee genannt) wurde 1837 durch einen Erdrutsch aufgestaut und die eisenhaltige Tonerde konservierte die noch heute herausragenden Baumstämme.

Nach so viel Natur steht eine weitere Stadtbesichtigung auf dem Programm. Drei Sterne für Sighisoara (Schäßburg). Das gesamte Zentrum der Stadt wurde 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Hier brauchen wir genügend Zeit, um diese wunderbare Stadt mit dem Stundturm als Wahrzeichen zu erkunden. Hier stoßen wir immer wieder auf den sagenumwobenen Dracula, denn Sighisoara soll sein Geburtsort sein.

Auf keiner Reise durch Rumänien darf das Dracula Schloss fehlen! Wir fahren also nach Bran. Die Hauptattraktion des Ortes ist die auf einen Felsen thronende Törzburg. Die Burg (Castle Bran) ist auch als Dracula Schloss berühmt. Ob Dracula jemals das Schloss betreten hat wird allerdings bezweifelt, was uns aber nicht von einer Besichtigung abhält.

Danach besuchen wir die sehenswerte Stadt Brasov (Kronstadt), die wegen ihrer wunderschönen Lage auch als das „Rumänische Salzburg“ bezeichnet wird. Bemerkenswert ist das Wahrzeichen der Stadt, die Schwarze Kirche und ihre aus 4000 Pfeifen und 76 Registern bestehende Orgel.

Nun machen wir uns auf den Weg in das Donau Delta. Dieses riesige Feuchtgebiet ist eines der kostbarsten Biotope der Welt. Der Versuch das Delta in ein Agrarland umzuwandeln wurde zum Glück gestoppt und 1990 das gesamte Delta zum Reservat erklärt. Heute gehört über die Hälfte des Gebietes zum UNESCO – Weltnaturerbe. Wir fahren bis nach Murighiol in das Delta hinein und bleiben auch noch den nächsten Tag in diesem Naturparadies. Wer möchte kann von hier eine Bootstour zu den Seen mit ihren Schwanen- und Pelikankolonien unternehmen.

So nahe am Schwarzen Meer, dann wollen wir auch baden gehen. Doch vorher lohnt sich ein Stopp in Histria. Diese einzigartige Ausgrabungsstätte versetzt uns 2600 Jahre zurück. Die Ausgrabungen zeigen uns eine Siedlung mit Stadtstrukturen aus der griechischen, römischen-byzantinischen Zeit. Damals gründeten griechische Händler die Handelsstadt, die bald zum wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Region wurde. Nachdem die Römer die Stadt eroberten, bauten sie zum Schutz vor Angreifern eine durch drei vorgelagerte Wälle verstärkte Ringmauer. Im 6. Jahrhundert gelang es dennoch den Awaren die Stadt zu zerstörten. Den restlichen Tag und auch die Nacht verbringen wir an der Schwarzmeerküste mit ihren herrlichen Stränden und berühmten Kur- und Badeorten.

Vom Badeort Mamaia aus ist es nicht weit nach Constanta. Die große Hafenstadt am Schwarzen Meer wurde schon in der Antike gegründet. Sie besitzt ein Flair von Weltoffenheit, Freiheit und Abenteuer. Die orientalisch geprägte Altstadt und ein Spaziergang auf der Hafenpromenade geben uns einen Eindruck von dieser noch heute wichtigen Hafenstadt, bevor wir uns auf den Weg nach Bukarest machen.

Ein ganzer Tag in Bukarest! Wir nehmen den öffentlichen Bus, der uns direkt vom Campingplatz aus in die Innenstadt bringt. Bukarest, die Hauptstadt Rumäniens wurde in den 30iger Jahren auch als „Klein – Paris“ bezeichnet. Häuserfassaden im typisch französischen Stiel, breite Boulevards, der Arcul de Triumf, viele Parkanlagen, all dies lässt   einen Vergleich mit Paris zu. Das bekannteste Gebäude ist aber wohl der Parlamentspalast. Es zeugt ein wenig von Größenwahn und ist mit 900 Räumen (nach dem Pentagon) das zweitgrößte Gebäude der Welt.

In Bukarest müssen wir uns von dieser schönen Reise verabschieden und fliegen zurück nach Berlin.

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Unsere Leistungen:

  • Rundreise im Dachzeltbus: ab Dresden (Zustieg in Berlin möglich) / an Bukarest
  • Flug: Bukarest – Berlin (Andere Ziele mit Aufpreis)(inkl. Flughafengebühren /-steuern)
  • Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken- und Reiseversicherungen
  • Ausflüge ohne Dachzeltbus
  • Einzelbelegung eines Doppelzeltes
  • Gemeinschaftskasse: 240,- € (für Verpflegung, Eintritte, Camping- und Übernachtungsplätze)

Mindestteilnehmerzahl: 12

FBA 177 F Rumänien / Moldawien - Buchung / Reservierung

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