Island – Westfjorde und Hochland

Feuerspuckendes Island

Island ist das Land der Vulkane, der Gletscher, des Großen Geysirs und hat angeblich mehr Wasserfälle als Bewohner. Wer wilde, raue Natur mag und dazu abenteuerlustig veranlagt ist, hat hinreichend Gründe mit uns auf Tour zu gehen. Das Innere des Landes ist so gut wie nicht besiedelt. Mit unserem Dachzeltbus können wir, je nach Wasserstand der Flüsse, das Hochland durchqueren. Wir campieren am Großen Geysir und anderen beeindruckenden Plätzen, von denen aus wir interessante Wanderungen unternehmen. Mit mittlerer Kondition wird jeder an ihnen teilnehmen können und am Ende einer Tour erwartet uns oft ein entspannendes Bad in einer warmen Quelle. Imposante Panoramen finden wir im Gebiet der abgelegenen Westfjorde, wo Dutzende Fjorde tiefe Einkerbungen, gesäumt von steilen Bergen, in die Landschaft eingeschnitten haben. Unternehmungslustigen bleibt auf dieser vielseitigen und spannenden Reise genügend Zeit, um zum Beispiel ein Islandpferd zu reiten, eine Whale Watching-, eine Rafting-Tour oder eine Gletscherwanderung zu wagen.

 

Ausführliche Beschreibung

Feuerspuckendes Island     FBA 172 F

Island mit Westfjorde und Hochland

22. Juli – 12. August 2020      22 Tage / 2.220,- €

Reiseverlauf

Wir fliegen von Hamburg bzw. Frankfurt nach Reykjavik, wo wir den Dachzeltbus treffen. Von hier aus brechen wir zuerst in die abseits gelegene Nordwesthalbinsel, kurz die Westfjorde genannt, auf. Geologisch gehören sie zu den ältesten Teilen der gesamten Insel, der größtenteils aus Basalt besteht. Hier sucht man vergeblich nach den für Island sonst so typischen Lavafeldern. Gewaltige eiszeitliche Gletscher haben die Halbinsel geformt und tiefe Fjorde hinterlassen. Wir finden hier eine geringe Bevölkerungsdichte, subarktische Vegetation, große Vogel- und Robbenkolonien und reichhaltigste Fischgründe vor.

Auf dem Weg in den Norden fahren wir zuerst auf die Halbinsel Snafellsnes. Hier unternehmen wir eine Wanderung von Arnarstapi nach Hellnar, die nicht nur eine herrliche Aussicht auf Meer und Bucht bietet, sondern auch vom Kreischen der Seevögel begleitet wird, die in den Klippen ihre Nester gebaut haben. Mit einem leckeren Stück Kuchen und Kaffee endet dieser kurze Ausflug. Im benachbarten Snaefellsjökull Nationalpark können wir auf einer Wanderung durch begrünte Lavafelder Höhlen vulkanischen Ursprungs begehen oder bei guter Sicht an den Krater des Vulkans wandern, der im Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne als Einstieg in die Unterwelt diente.

In Stykkisholmur, einer alten Hansestadt mit schönem Hafen, lassen wir uns vom entspannten Flair dieser Kleinstadt einfangen, bevor wir auf die Halbinsel der Westfjorde nach Bjarkalundur gelangen. Vom Geothermalgebiet bei Reykholar fahren wir in Richtung Flokalundur, baden in einem natürlichen Hot Pot, lauschen dem Ruf der Loons und wer mag, kann es den Isländern gleichtun und sich im unmittelbar angrenzenden Atlantik abkühlen.

Den westlichsten Punkt Islands -und damit Europas- erreichen wir am Leuchtturm von Bjargtangar. An der Steilküste befinden sich die berühmten Vogelfelsen von Latrabjarg, die als einer der größten Vogelfelsen der Welt gelten. Hier lassen sich aus nächster Nähe große Seevogel-Kolonien beobachten. Bei klarer Sicht kann man in der Ferne sogar Grönland erahnen, das weniger als 300 Kilometer entfernt liegt. Über eine abenteuerliche Passstraße gelangen wir nach Raudisandur, einem rötlich glänzenden Sandstrand, der zu einer kleinen Pause an der Brandung oder zu einem Spaziergang auf die Klippen einlädt.

In Talknafjördur haben wir Gelegenheit, im Hafen fangfrischen Fisch zu kaufen und auf unseren Kochern zuzubereiten, bevor wir zum beeindruckenden Wasserfall Dynajandifoss kommen, der in mehreren Kaskaden über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Von Thingeyri ist es nicht weit nach Isafjördur, der westlichsten Stadt Europas und mit 2000 Einwohnern die größte „Metropole“ der Westfjorde. Zu Zeiten der Hanse war Isafjördur ein Fischereizentrum, besonders sehenswert ist hier das Seefahrermuseum. Der weitere Straßenverlauf folgt den Fjordfingern. Spektakuläre Klippenaussichten erwarten uns hinter jeder Kurve. Vor der Küste, besonders rund um den Berg Hestur, tummeln sich Kegelrobben und mit etwas Glück sehen wir Wale, die tief bis in die Fjorde vordringen. Über die Hochebene Steingrimsfjardarheidi fahren wir zur Holzkirche von Stadur und weiter über Holmavik, mit einem Stopp in Kirkjubol, um etwas über Islands Hexerei und Magie zu erfahren.

Von Kirkjubol über Brú geht die Fahrt zurück nach Reykjavik. Wir verbringen einen ganzen Tag in Reykjavik, um uns die Sehenswürdigkeiten der nördlichsten Hauptstadt Europas anzusehen, bevor wir unsere Reise über die Insel fortsetzen.

Am historischen Ort Thingvellir brechen wir zu einer kurzen Wanderung auf, die entlang der auseinanderdriftenden eurasischen und amerikanischen Kontinentalplatten verläuft. „Thingvellir“ kann übersetzt werden mit „Plattform der Volksversammlung“ und kennzeichnet den Ort, an dem norwegische Wikinger ca. 930 ein Parlament gründeten. Nach heutigen Erkenntnissen war dies nach der Antike die erste gesetzgebende Stätte weltweit.

Danach fahren wir Richtung Südosten an die Atlantikküste. Hier, in der Nähe von Vik i Mýrdal, dem südlichsten Ort auf Island, kommen die unter uns anwesenden Vogelkundler nochmals auf ihre Kosten. Vom Strand aus können wir dort eine große Anzahl von Papageientaucher und Eissturmvögel beobachten.

Die nächste Station wird das Naturschutzgebiet Skaftafell sein, wo wir direkt am größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull übernachten. Neben Wanderungen an einen Gletschersee oder zum Svartifoss, dem „schwarzen Wasserfall“, gibt es hier auch die Möglichkeit an einer geführten Gletscherwanderung oder an einem Rundflug (beides fakultativ) teilzunehmen. Unweit davon, am Jökulsarlon mündet ein Gletscherausläufer auf Meereshöhe in einen See auf denen die vom Gletscher abgebrochenen Eisberge treiben und über einen kurzen Fluss in den Atlantik gelangen. Dort rollen sie sich in der Brandung oder spülen an den schwarzen Lavastrand. Bei diesem einmaligen Schauspiel haben wir die Gelegenheit per Kajak oder Amphibienfahrzeug (fakultativ) direkt an die schwimmenden Eisberge zu gelangen, auf denen mit etwas Glück Robben zu entdecken sind.

Unser nächstes Ziel ist das Naturschutzgebiet von Landmannalaugar. Auf der Fahrt dorthin passieren wir mehrere Flüsse, die wir, wenn der Wasserstand nicht zu hoch ist, mit unserem geländegängigen Bus durchfahren. Dieses besondere Erlebnis ist auch immer ein beliebtes Fotomotiv. Im Naturschutzgebiet von Landmannalaugar brechen wir wieder zu Wanderungen auf. Das Gebiet liegt in der Nähe des Vulkans Hekla im Südwesten der Insel und übt aufgrund der farbigen Berge eine besondere Anziehungskraft aus.

Der nächste Höhepunkt unserer Reise wir die Region um Islands „Großer Geysir“ sein, bevor wir den Gullfoss, den wohl schönsten Wasserfall Islands besuchen.

Nun folgt eine eindrucksvolle Fahrt über die nur für geländegängige Fahrzeuge zugelassene Hochlandpassage Kjalvegur. Die Kjalvegur führt uns in die Nähe der beiden großen Gletscher Langjökull und Hofsjökull, die rechts und links von unserem Weg liegen, und sich jeweils über knapp 1000 km² erstrecken. Unterwegs machen wir einen Halt bei den heißen Quellen von Hveravellir, einem bekannten Thermalgebiet. Aus Natursteinen wurde dort ein kleines Becken gebaut, das uns zu einem wohligen Bad einlädt. Im wärmenden Wasser oder beim Wandern durch das Hochland können wir die beiden Gletscher eingehend betrachten. Über diese Hochlandpassage gelangen wir an die Nordseite von Island.

Bei Varmahild gelangen wir zur Torfkirche von Vidimyri und besichtigen den Torfhof von Glaumbaer. Hier      verbringen wir zwei Nächte und können tagsüber wandern, auf Islandpferden reiten und/oder uns beim River Rafting etwas abkühlen. Der weitere Weg führt uns nach Akureyri, die mit ca. 18.000 Einwohnern zu den größten Städten Islands zählt. Auffällig in Akureyi ist die Akureyrarkirkja aus dem Jahre 1940, die man oberhalb der Stadtmitte sehen kann. Eines der Kirchenfenster stellt die Legende des Godafoss dar. Danach werden wir uns den bekanntesten Wasserfall im Original ansehen. Im Godafoss wurden einer Sage nach, die letzten heidnischen Götterbilder in den Fluten versenkt, nachdem das Christentum als Staatsreligion eingeführt wurde.

Im Mývatn-Gebiet, das zu den schönsten und interessantesten Gegenden Islands zählt, unternehmen wir Wanderungen über zum Teil noch dampfenden Lavafeldern und wagen uns auf Vulkane um einen Blick über den Kraterrand zu werfen. Namensgeber für dieses Gebiet ist der 38 km2 große Mývatn-See, an dessen südlichem Ufer wir seltene Pseudokrater vorfinden, die durch Dampfexplosion über einen Lavastrom entstanden sind.

An der Nordküste gelangen wir nach Húsavik. In der „Walhauptstadt Europas“ gibt es die Gelegenheit zu einer Whale Watching Tour (fakultativ) und empfehlenswert ist der Besuch des Walmuseums.

Das nächste Ziel wird die malerische Asbyrgi-Schlucht sein. Asbyrgi soll Hauptstadt der Elfen sein. Hier haben sie angeblich ihr kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Das „unsichtbare Volk“ lebt vermutlich am Ende der Schlucht in einem kleinen Laubwald, der auf Island eine Seltenheit darstellt. Auf der Wanderung unweit der Schlucht sehen wir unvergleichliche Basaltformationen und bekommen einen guten Eindruck von der hohen vulkanischen Aktivität auf Island.

Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise ist der Dettifoss, der gewaltigste Wasserfall Europas. Auf einer Breite von etwa 100 m stürzen die Wassermassen des Jökulsá á Fjöllum spektakulär über 45 m in die Tiefe. Dieser Fluss hat aber noch weitere sehenswerte Wasserfälle wie den Hafragilsfoss zu bieten. 

In Egilsstadir angekommen, müssen wir von einander Abschied nehmen um mit dem Flugzeug diese abenteuerliche Inselwelt zu verlassen.

Programm- und Routenänderungen sind aufgrund von Wetterverhältnissen und/oder örtlichen Gegebenheiten jederzeit möglich.

Unsere Leistungen:

  • Fahrt im Dachzeltbus: ab Reykjavik /an Egilsstadir
  • Übernachtung in 2-Personen-Dachzelten
  • Flüge: wahlweise Hamburg oder Frankfurt – Reykjavik / Egilsstadir – Hamburg bzw. Frankfurt (inkl. Flughafengebühren /-steuern)
  • 2 x Bustransport zwischen Flughafen Keflavik – Reykjavik
  • Deutsche Reisebegleitung

Nicht eingeschlossen:

  • Kranken- / Reiseversicherungen
  • Fakultative Ausflüge und Unternehmungen
  • Einzelbelegung eines Doppelzeltes
  • Gemeinschaftskasse: 460,- € (für Verpflegung, Eintritte, Campingplatzgebühren)

Mindestteilnehmerzahl: 12

 

 

 

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